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Entwicklungszusammenarbeit


Entwicklungszusammenarbeit (EZ) will Menschen die Frei­heit geben, ohne materielle Not selbst­be­stimmt und eigen­ver­ant­wort­lich ihr Leben zu ge­stal­ten und ihren Kin­dern eine gute Zu­kunft zu er­mög­lichen. Sie leistet Bei­träge zur nach­hal­tigen Ver­bes­se­rung der welt­weiten wirt­schaft­lichen, sozialen, öko­lo­gischen und poli­tischen Ver­hält­nisse. Sie be­kämpft die Armut und fördert Menschen­rechte, Rechts­staat­lich­keit und Demo­kra­tie. Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit trägt zur Prä­ven­tion von Krisen und gewalt­tätigen Kon­flikten bei. Sie för­dert eine sozial gerechte, öko­logisch trag­fähige und damit nach­hal­tige Ge­stal­tung der Globalisierung.

Die deutsche Entwicklungs­zusammenarbeit basiert auf dem Grund­satz, aus ethischer Ver­ant­wor­tung und inter­natio­naler Soli­da­ri­tät zu han­deln. Sie ist damit von huma­nis­tischen Wer­ten ge­lei­tet, dient aber gleich­zei­tig auch dem Be­streben, die Zukunft Deutsch­lands zu sichern.

Als Sammelbegriff fasst Entwicklungszusammenarbeit die Leis­tungen der Tech­nischen, Finan­ziellen und Per­so­nellen Zu­sam­men­arbeit zusammen. Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit ist eine Auf­gabe der gesamten Ge­sell­schaft, die von pri­vaten und öffent­lichen Ein­rich­tungen er­füllt wird. Leis­tungen der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit können in mate­rieller Form (als Kre­dite oder Zu­schüsse) oder auch in im­ma­te­rieller Form (zum Bei­spiel durch Be­reit­stellung von Know-how oder Aus- und Fort­bildung) erbracht werden.

Entwicklungszusammenarbeit oder Entwicklungshilfe?

Die deutsche Regierung betrachtet die Länder und Orga­ni­sa­tionen, mit denen sie ent­wick­lungs­poli­tisch zu­sam­men­ar­bei­tet, nicht als Emp­fänger von Hilfs­leis­tungen, son­dern als gleich­be­rech­tigte Part­ner. Die Ziele der Zu­sam­men­arbeit werden ge­mein­sam fest­ge­legt, die Maß­nah­men wer­den ge­mein­sam ge­plant und durch­ge­führt, und auch die Ver­ant­wor­tung für Er­folge und Miss­er­folge wird ge­mein­sam ge­tra­gen. Die Part­ner be­tei­ligen sich außer­dem in vielen Fäl­len an der Fi­nan­zie­rung der Programme.

Darüber hinaus profitieren Deutschland und die anderen Geber­staaten direkt von der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit. Sie bie­tet eine gute Mög­lich­keit, wirt­schaft­liche Kon­takte zu den Part­ner­län­dern auf­zu­bauen und ver­bes­sert die welt­wirt­schaft­lichen Rahmenbedingungen.

Der Begriff Entwicklungszusammenarbeit beschreibt diese in­ten­sive Part­ner­schaft viel besser als der früher übliche Be­griff Entwicklungshilfe.

Ausführliche Informationen über die Arbeits­weise der deutschen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit finden Sie hier

Service-Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

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