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Stichwörter zum Buchstaben E

Ecuador

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Ecuador finden Sie hier

Education for All – Fast Track Initiative (EFA-FTI)

Die inter­nationale Bildungs­initiative Education for All – Fast Track Initiative (sinngemäß: Bildung für alle – Schnellspur-Initiative, EFA-FTI) wurde 2002 gestartet, um allen Kindern welt­weit den Zugang zu qualitativ hoch­wertiger und kosten­freier Grundbildung zu ermöglichen.

2011 wurde EFA-FTI in Global Partner­ship for Education (Globale Partner­schaft für Bildung, GPE) umbenannt.

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Einzelplan 23 (BMZ-Haushalt)

Im jährlichen Bundes­haus­halts­plan der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wird der Etat des Bundes­ministeriums für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) als Einzel­plan 23 geführt. Er führt alle Einnahmen und Ausgaben des BMZ nach Herkunft und Bestimmung auf.

Für das Haushalts­jahr 2017 stehen dem BMZ insgesamt 8,541 Milliarden Euro zur Verfügung.

Ausführliche Informationen über den BMZ-Haushalt finden Sie hier.

EITI

steht für "Extractive Industries Transparency Initiative", auf deutsch "Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft". Ziel von EITI ist es, die Transparenz der Geldströme bei der Förderung von Öl, Gas, Kohle und anderen Rohstoffen zu erhöhen und dadurch den Zivilgesellschaften zu ermöglichen, den Verbleib der Gelder zu kontrollieren. Die Initiative wurde 2002 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg ins Leben gerufen.

Ausführliche Informationen über EITI finden Sie hier

El Salvador

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit El Salvador finden Sie hier

Élysée-Vertrag

Am 22. Januar 1963 unter­zeich­neten Bundes­kanzler Konrad Adenauer und der franzö­sische Staats­präsident Charles de Gaulle im Élysée-Pa­last einen deutsch-franzö­sischen Freund­schafts­vertrag: In diesem Élysée-Vertrag verein­barten die beiden Länder, politisch eng zu­sam­men­zuarbeiten und regel­mäßig Re­gie­rungs­konsul­tatio­nen ab­zuhalten, so auch im Bereich der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit.

Deutsch­land und Frank­reich gehören zu den größten Geber­ländern weltweit und decken ein besonders breites ent­wick­lungs­politisches Themen­spek­trum ab. Gemeinsam setzen sich beide Länder außerdem für eine nach­hal­tige und wir­kungs­volle Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit der Euro­päischen Union ein.

Auch 50 Jahre nach seiner Unter­zeich­nung bleibt der Élysée-Ver­trag aktuell. In seinem Sinne werden sich Deutsch­land und Frank­reich auch künftig gemein­sam für die Besei­tigung von Armut und eine welt­weit nach­hal­tige Ent­wick­lung engagieren.

Mehr Infor­mationen zur deutsch-fran­zö­si­schen Zu­sam­men­ar­beit in der Ent­wick­lungs­po­li­tik finden Sie hier.

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Empowerment

Der Begriff Empowerment stammt ur­sprüng­lich aus dem Be­reich der Psycho­logie und Sozial­päda­go­gik, er lässt sich am besten mit "Selbst­be­mäch­ti­gung" oder auch "Selbst­kom­pe­tenz" über­set­zen. Em­power­ment um­fasst Stra­te­gien und Maß­nah­men, die Menschen dabei hel­fen, ein selbst­be­stimmtes und un­ab­hän­giges Leben zu füh­ren. Durch Em­power­ment sol­len sie in die Lage ver­setzt wer­den, ihre Be­lange zu ver­tre­ten und zu ge­stal­ten. In der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit ver­steht man unter Em­power­ment vor allem einen Pro­zess, der das Selbst­ver­trauen be­nach­tei­ligter Be­völ­ke­rungs­gruppen stärkt und sie in die Lage ver­setzt, ihre In­te­ressen zu arti­ku­lieren und sich am poli­tischen Pro­zess zu be­tei­ligen. Im Mit­tel­punkt steht dabei die Stär­kung der vor­han­denen Po­ten­ziale der Menschen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind Ver­än­de­rungen der so­zialen, öko­no­mischen, recht­lichen und poli­tischen Insti­tu­tionen inner­halb der Ge­sell­schaft not­wen­dig. Die Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit fördert solche Reformen.

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Energie

Weltweit haben etwa zwei Milliarden Menschen keinen Zu­gang zu einer modernen Energie­versorgung. Der Auf- und Ausbau einer nach­haltigen Energie­versorgung in den Ent­wick­lungs­ländern ist eine wich­tige Vor­aus­setzung für eine er­folg­reiche Armuts­be­kämp­fung und somit für die Ver­wirk­lichung der Millenniums­ent­wick­lungs­ziele. Zugleich müssen ent­schlos­sene Maßnahmen ergriffen werden, um den welt­weiten Energie­verbrauch zu senken, den Klimawandel auf­zu­halten und die lokale Umwelt zu schonen.

Eine lang­fristige Lösung kann nur der Aufbau eines nach­haltigen Energie­systems sein, das sozialen, öko­logischen, und öko­no­mischen Zielen gerecht wird. Die Haupt­ver­ant­wortung für eine welt­weite Energie­wende liegt zwar bei den Industrie­staaten, doch auch die Energie­märkte in den Ent­wick­lungs­ländern müssen dazu beitragen. Die Industrie­staaten besitzen die Mittel und die Inno­vations­kraft, um die Märkte für erneuer­bare Energie und Effizienz­tech­no­logien zu ent­wickeln. Dadurch können die Kosten für diese Techno­logien gesenkt werden, um sie für arme Länder erschwing­licher zu machen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert in zahlreichen Partnerländern Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energie und zur Verbesserung der Ener­gie­effizienz. Auch regionale und globale Programme mit die­ser Ziel­setzung werden unterstützt. Als politischer und indus­trieller Vor­reiter beim Einsatz innovativer Techniken zur Ener­gie­ge­win­nung wirkt Deutschland maßgeblich bei der Festlegung internationaler Ziele und der Verwirklichung konkreter Maß­nah­men mit. Kooperationsansätze werden auf Ebene der EU, in­ner­halb der G7 und gemeinsam mit der Weltbank und der IRENA sowie den regionalen Entwicklungsbanken verfolgt. Das BMZ setzt bei seiner entwicklungsorientierten Energiepolitik außerdem auf globale Netzwerke mit Nichtregierungsorganisationen und öffentlich-private Partnerschaften.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Energieversorgung in Entwicklungsländern finden Sie hier

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Energieeffizienz

Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines nach­haltigen Energie­systems ist die Ener­gie­effi­zienz. Energie muss auf eine Weise erzeugt, über­tra­gen und genutzt werden, dass mit mög­lichst wenig Auf­wand möglichst viel Leistung er­reicht wird. Schlechte Wirkungs­grade von veralteten Kraft­werken müssen ebenso behoben werden wie Transportverluste wegen veralteter Leitungen oder Verschwendung durch ineffiziente Endgeräte oder falsches Nutzerverhalten. In diesen vermeidbaren Verlusten liegt ein riesiges Einsparpotenzial. Deutschland berät seine Part­ner­län­der beim Aufbau effizienter Ver­sor­gungs­systeme und un­ter­stützt sie bei der Mo­der­ni­sie­rung von Stromnetzen und Kraftwerken.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur effizienten Nutzung von Energie finden Sie hier

Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen

En­gage­ment Global gGmbH – Service für Ent­wick­lungs­ini­ti­a­tiven ist seit Januar 2012 die zentrale Service­stelle der Bun­des­re­gie­rung für zivil­gesell­schaft­liches und kommunales En­gage­ment. Ihre Aufgabe ist es, engagierten Akteuren Information, Beratung, För­de­rung und Qualifizierung aus einer Hand anzubieten. Die neue Service­stelle En­gage­ment Global bündelt alle Förder­pro­gramme für Kommunen, Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Vereine, Unternehmen, Schulen und Einzel­personen, die sich in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit oder der ent­wick­lungs­po­litischen Bildungsarbeit engagieren wollen.

Ausführliche Informationen über En­gage­ment Global finden Sie hier

Enklaveökonomie

Mit diesem Begriff bezeichnet man den Einschluss eines Wirtschaftskomplexes in eine regionale oder nationale Wirtschaft, ohne dass dabei nennenswerte endogene Wertschöpfungsketten generiert werden. Wird ein Bergbausektor als Enklaveökonomie bezeichnet, zeigt dies, dass der Sektor kaum in vor- oder nachgelagerten lokalen Wirtschaftsbereichen integriert ist.

Entschuldung

Hohe Schulden stellen in vielen armen Ländern ein Ent­wick­lungs­hin­dernis dar: Durch die Ver­pflich­tung zu erheb­lichen Zins- und Tilgungs­zahlungen fehlt ihnen das Geld für dringend not­wendige Investitionen in die Infrastruktur. Ziel der Entschuldung ist, das Maß der Schuldenlast auf ein ökonomisch tragbares Niveau zu sen­ken und so einen wirt­schaft­lichen Neu­beginn mög­lich zu machen. Die Erfahrungen mit der 1996 gestarteten Entschul­dungs­initiative für hoch verschuldete arme Länder ("heavily indebted poor countries"; HIPC-Initiative) haben gezeigt, dass der Schuldenerlass ein wirkungsvoller Weg ist, arme Länder zu entlasten und frei werdende Mittel der Armutsbekämpfung zu­zu­führen. An Entschuldung sind strenge Auflagen geknüpft: Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, Ent­schul­dungen nur unter der Vor­aus­setzung einer trans­pa­ren­ten Haus­halts­füh­rung, der Bekämpfung von Korruption und Miss­wirt­schaft sowie dem Aufbau einer soliden Wirt­schafts­struktur im Empfängerland zu gewähren.

Ausführliche Informationen zum Thema Entschuldung finden Sie hier

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Entschuldungsinitiative (HIPC)
Entwicklungsausschuss der OECD (DAC)

Die entwicklungspolitische Zielsetzung der Orga­ni­sa­tion für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (OECD) führte 1961 zur Ein­rich­tung eines Fach­aus­schusses für Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit (englisch: De­vel­op­ment Assistance Com­mittee, DAC). Dem Aus­schuss ge­hören mittler­weile 24 der 34 OECD-Mit­glieds­länder an. Ihr Ziel ist, die Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit qua­li­ta­tiv und quan­ti­ta­tiv zu ver­bes­sern. Kern­funk­tionen des DAC sind:

  • die Festlegung von Qualitäts­standards für die Entwicklungszusammenarbeit

  • die Erarbeitung und Abstimmung von Grund­sätzen und Leit­linien für wich­tige Be­reiche der Entwicklungspolitik

  • die regelmäßige Überprüfung der Ent­wick­lungs­politik der DAC-Mit­glieder auf der Grund­lage der ge­mein­samen Stan­dards und Leit­linien ("Peer Reviews")

  • die Festlegung, Überprüfung und Weiterentwicklung der Kri­te­rien für die An­rechen­bar­keit der öffent­lichen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit (ODA), die Ver­öffent­lichung der offi­ziellen ODA-Statistik sowie die Ana­lyse der Er­geb­nisse und Trends

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Entwicklungsfinanzierung

Entwicklungs- und Industrieländer haben 2002 im Monterrey-Konsensus eine Erhöhung der öffentlichen Mittel für Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit vereinbart. Doch angesichts globaler Finanz- und Wirt­schafts­krise sind seither die Heraus­forderungen an die Ent­wick­lungs­fi­nan­zierung weiter gestiegen. Ohne alter­native Finan­zie­rungs­quellen wird es nicht möglich sein, die Millenniums­entwicklungsziele recht­zeitig und in vollem Umfang zu erreichen. International werden ver­schie­dene Mög­lich­keiten diskutiert, lang­fristig Mittel für Entwicklung aufzubringen. Die Bundes­regierung setzt zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen auf eine Kombination aus zusätzlichen Haushaltsmitteln, weiterer Entschuldung und innovativen Finanzierungsinstrumenten.

Ausführliche Informationen zum Thema Entwicklungsfinanzierung finden Sie hier

Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG)

Das deutsche Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) definiert den Begriff des Entwicklungs­helfers als Person, die in Ent­wick­lungs­ländern ohne Erwerbs­absicht einen mindestens einjährigen Dienst leistet, "um in partner­schaft­licher Zu­sam­men­ar­beit zum Fort­schritt dieser Länder beizutragen". Das Gesetz bestimmt die Voraus­setzungen für die staat­liche Anerkennung und Förderung der Träger des Entwicklungs­dienstes. Darüber hinaus gibt es die Rah­men­be­din­gun­gen für die Dienst­verträge mit den Entwicklungs­helfern vor und regelt deren soziale Absicherung.

In Deutsch­land gibt es sieben staatlich anerkannte Träger des Entwicklungs­dienstes, die Entwicklungs­helferinnen und Entwicklungs­helfer entsenden dürfen. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e.V. (AGdD) zusammen­geschlossen.

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Entwicklungshilfe
Entwicklungsland

Für den Begriff "Ent­wick­lungs­länder", der in Deutsch­land seit den 1950er Jah­ren ver­wen­det wird, gibt es keine ein­heit­liche De­fi­ni­tion. Die Mehr­zahl dieser Staaten weist je­doch ge­mein­same Merk­male auf:

  1. eine schlechte Versorgung großer Gruppen der Bevölkerung mit Nah­rungs­mitteln, da­durch Unter­er­näh­rung und Hunger

  2. ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen, Armut

  3. keine oder nur eine mangelhafte Gesund­heits­ver­sor­gung, eine hohe Kinder­sterb­lich­keits­rate und eine geringe Lebenserwartung

  4. mangelhafte Bildungsmöglichkeiten, eine hohe Analphabetenquote

  5. hohe Arbeitslosigkeit, ein insgesamt niedriger Lebens­stan­dard, eine oft extrem un­gleiche Ver­tei­lung der vorhandenen Güter

Die Wirtschaft der meisten Ent­wick­lungs­länder ist von einer Struk­tur ge­prägt, bei der tra­di­tio­nelle Pro­dukt­ions­weisen – vor­wie­gend in der Land­wirt­schaft – einem modernen dyna­mischen Sek­tor – meistens im In­dustrie­bereich – gegen­über­stehen. Sie lei­det oft unter Kapi­tal­mangel und außen­wirt­schaft­lichen Schwie­rig­keiten, weil viele Ent­wick­lungs­länder hoch ver­schul­det sind.

In der Regel findet international die Liste der Ent­wick­lungs­länder des Ent­wick­lungs­ausschusses (DAC) der Orga­ni­sa­tion für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (OECD) An­wen­dung. Sie unter­teilt die Länder nach Pro-Kopf-Ein­kommen in vier Kate­go­rien und wird alle drei Jahre aktua­li­siert. Leis­tungen von Geber­län­dern an Län­der dieser Liste dür­fen als öffent­liche Ent­wick­lungs­koope­ra­tion (ODA) an­ge­rechnet werden.

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Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PPP)
Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm (ENSA)

Das Ent­wick­lungs­po­litische Schul­austausch­programm (ENSA) ist ein 2005 gestartetes Förder­programm für Schul­partner­schaften mit Ländern in Afrika, Asien, Latein­amerika und Süd­ost­europa. ENSA wird im Auftrag des BMZ von der gemein­nützigen Ge­sell­schaft Engage­ment Global – Service für Entwicklungs­initiativen ausgeführt. Es geht auf einen Beschluss des Deutschen Bundes­tages von 2002 zurück, ein "Entwicklungs­politisches Jugend­programm Solidarisches Lernen" einzurichten.

ENSA steht allen Schul­formen (Haupt-, Real-, Gesamt- und Berufs­schulen sowie Gymnasien) offen. Jugendliche aus Deutsch­land, Transformations- und Ent­wick­lungs­ländern arbeiten gemeinsam in Projekten zu ent­wick­lungs­po­litischen Themen. Im Anschluss an die Begegnungs­reisen setzen sie sich als Multi­pli­ka­toren für das Bildungs­konzept des Globalen Lernens ein. Ziel von ENSA ist es, ein wachsendes Netz­werk aus Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern aufzubauen, die sich für eine globale nach­hal­tige Ent­wick­lung engagieren.

Ausführliche Informationen zum Thema Globales Lernen in der Schule finden Sie hier

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Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) ist die zentrale Orga­nisation der UN-Entwicklungsfonds und -programme und hat eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Millenniums­ent­wick­lungs­ziele. UNDP unterstützt Partnerländer mit Politikberatung und Capacity Development in den Bereichen demokratische Re­gie­rungs­füh­rung, Armuts­bekämpfung, Krisenvorsorge und Konflikt­bewältigung, Energie und Umwelt sowie HIV/AIDS.

UNDP koordiniert darüber hinaus die UN-Entwicklungsaktivitäten in den jeweiligen Ländern, hat den Vorsitz der Entwicklungs­gruppe der Vereinten Nationen (UNDG) und spielt damit eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Reformen im UN-System. Zudem veröffentlicht UNDP jährlich den Bericht über die mensch­liche Entwicklung (Human Development Report, HDR). Er enthält unter anderem Informationen zur Situation der menschlichen Entwicklung basierend auf dem Index der menschlichen Ent­wick­lung (Human Development Index, HDI).

Ausführliche Informationen über UNDP finden Sie hier

Entwicklungszusammenarbeit

Entwicklungszusammenarbeit (EZ) will Menschen die Frei­heit geben, ohne materielle Not selbst­be­stimmt und eigen­ver­ant­wort­lich ihr Leben zu ge­stal­ten und ihren Kin­dern eine gute Zu­kunft zu er­mög­lichen. Sie leistet Bei­träge zur nach­hal­tigen Ver­bes­se­rung der welt­weiten wirt­schaft­lichen, sozialen, öko­lo­gischen und poli­tischen Ver­hält­nisse. Sie be­kämpft die Armut und fördert Menschen­rechte, Rechts­staat­lich­keit und Demo­kra­tie. Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit trägt zur Prä­ven­tion von Krisen und gewalt­tätigen Kon­flikten bei. Sie för­dert eine sozial gerechte, öko­logisch trag­fähige und damit nach­hal­tige Ge­stal­tung der Globalisierung.

Die deutsche Entwicklungs­zusammenarbeit basiert auf dem Grund­satz, aus ethischer Ver­ant­wor­tung und inter­natio­naler Soli­da­ri­tät zu han­deln. Sie ist damit von huma­nis­tischen Wer­ten ge­lei­tet, dient aber gleich­zei­tig auch dem Be­streben, die Zukunft Deutsch­lands zu sichern.

Als Sammelbegriff fasst Entwicklungszusammenarbeit die Leis­tungen der Tech­nischen, Finan­ziellen und Per­so­nellen Zu­sam­men­arbeit zusammen. Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit ist eine Auf­gabe der gesamten Ge­sell­schaft, die von pri­vaten und öffent­lichen Ein­rich­tungen er­füllt wird. Leis­tungen der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit können in mate­rieller Form (als Kre­dite oder Zu­schüsse) oder auch in im­ma­te­rieller Form (zum Bei­spiel durch Be­reit­stellung von Know-how oder Aus- und Fort­bildung) erbracht werden.

Entwicklungszusammenarbeit oder Entwicklungshilfe?

Die deutsche Regierung betrachtet die Länder und Orga­ni­sa­tionen, mit denen sie ent­wick­lungs­poli­tisch zu­sam­men­ar­bei­tet, nicht als Emp­fänger von Hilfs­leis­tungen, son­dern als gleich­be­rech­tigte Part­ner. Die Ziele der Zu­sam­men­arbeit werden ge­mein­sam fest­ge­legt, die Maß­nah­men wer­den ge­mein­sam ge­plant und durch­ge­führt, und auch die Ver­ant­wor­tung für Er­folge und Miss­er­folge wird ge­mein­sam ge­tra­gen. Die Part­ner be­tei­ligen sich außer­dem in vielen Fäl­len an der Fi­nan­zie­rung der Programme.

Darüber hinaus profitieren Deutschland und die anderen Geber­staaten direkt von der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit. Sie bie­tet eine gute Mög­lich­keit, wirt­schaft­liche Kon­takte zu den Part­ner­län­dern auf­zu­bauen und ver­bes­sert die welt­wirt­schaft­lichen Rahmenbedingungen.

Der Begriff Entwicklungszusammenarbeit beschreibt diese in­ten­sive Part­ner­schaft viel besser als der früher übliche Be­griff Entwicklungshilfe.

Ausführliche Informationen über die Arbeits­weise der deutschen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit finden Sie hier

Ernährung

Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht. Doch mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter Hunger und Unterernährung. Ernährungssicherung ist ein Schwerpunkt der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit. Deutschland setzt dabei unter anderem auf die Entwicklung ländlicher Räume, die För­derung der Er­näh­rungs­souveränität der Ent­wick­lungs­länder, den Abbau von Agrar­sub­ventionen, die Agrar­forschung und den Erhalt der natür­lichen Pro­duk­tions­grund­lagen (Fischgründe, Wasser, Boden, Klima, biologische Vielfalt).

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Ernährungssicherung finden Sie hier

Ernährungs- und Land­wirt­schafts­organisation der Vereinten Nationen (FAO)

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) ist die größte Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie hat das Ziel, weltweit zu einem höheren Lebens­stan­dard, zur Verbesserung der Ernährung sowie zur Über­win­dung von Hunger und Unterernährung beizutragen. Sie sammelt und veröffentlicht Informationen zur weltweiten Entwicklung der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft, um Ver­sor­gungs­krisen rechtzeitig zu erkennen. Außerdem erarbeitet sie Ernährungs­sicherungs­strategien und fördert eigene Ent­wick­lungs­programme und Projekte.

Ausführliche Informationen über die FAO finden Sie hier

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Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien werden aus Quellen gewonnen, die sich kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Er­schöpfung der Quelle beiträgt. Zu diesen nachhaltig zur Ver­fü­gung stehenden Energien zählen Sonnen­energie, Wind­kraft, Erd­wärme, Wasser­kraft und die aus nach­wachsenden Roh­stof­fen gewonnene Bio­masse. Die Nutzung von erneuer­baren Energien erhöht die Kon­zen­tra­tion von Treib­haus­gasen in der Atmosphäre nicht. Sie ist darum eines der wichtigsten In­stru­mente zum Klimaschutz. Kleinkraftwerke auf Basis von Sonne, Wasser, Biogas oder Erdwärme können in vielen Fällen de­zentral und auf wirt­schaft­liche sowie umwelt- und klima­schonende Weise den lokalen Energie­bedarf decken. In Ent­wick­lungs­ländern können sie somit einen wich­tigen Beitrag zur Energie­ver­sor­gung und zugleich zur Armuts­minderung leisten.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Nutzung von erneuerbaren Energien finden Sie hier

EU-Kommissar

Die 28 EU-Kommissare – jeweils einer aus jedem EU-Mit­glieds­staat – übernehmen die politische Leitung der EU-Kommission für einen Zeitraum von fünf Jahren. Der Präsident der Kommission überträgt jedem Kommissar die Verantwortung für ein be­stimm­tes Ressort, wie zum Beispiel für "Entwicklung".

Europäische Kommission

Die Europäische Kommission als "Hüterin der Verträge" ist ein politisch unabhängiges Organ, das die Interessen der gesamten Europäischen Union vertritt. Sie hat das Initiativrecht für die Gesetzgebung, setzt alle Beschlüsse um und überwacht die fristgerechte Umsetzung von Gemeinschaftsrecht in nationales Recht. Ferner führt sie den EU-Haushalt aus und verwaltet die EU-Programme. Außer in der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und in den übrigen, in den Verträgen vorgesehenen Fällen, vertritt sie die EU nach außen. Die Kommission wurde bewusst übernational angelegt und soll von den nationalen Interessen einzelner Regierungen unabhängig sein.

Das politisch verantwortliche Beschlussgremium der Kommission ist das Kollegium der Kommissare. Seit dem EU-Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007 und Kroatien im Jahr 2013 besteht es aus 28 Personen einschließlich des Kommissionspräsidenten. Die EU-Kommissare sind jeweils für fünf Jahre im Amt.

Der Präsident der Europäischen Kommission wird vom Europäischen Rat ernannt. In Abstimmung mit dem amtierenden Präsidenten setzt der Europäische Rat auch die anderen Kommissare ein. Das Europäische Parlament muss der Ernennung des Präsidenten und der Kommissare zustimmen und ist zudem allein befugt, die Kommissionsmitglieder zu entlassen. Derzeitiger Präsident der Europäischen Kommission ist der ehemalige luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker. Er trat sein Amt im November 2014 an​.

Die Generaldirektionen

Die Generaldirektionen sind Verwaltungseinheiten der Europäischen Kommission, die jeweils für einen bestimmten Politikbereich zuständig sind. Jeder Kommissar steht einer Generaldirektion der EU-Kommission vor.

Innerhalb der EU-Kommission waren bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon die Generaldirektion Entwicklung und die Generaldirektion Außenbeziehungen für die Programmierung der gemeinschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich. Seither wurden die Zuständigkeiten der einzelnen Verwaltungseinheiten neu gestaltet. Die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik koordiniert das auswärtige Handeln der EU. Sie führt den Vorsitz im Rat für Auswärtige Angelegenheiten und ist gleichzeitig Vizepräsidentin der EU-Kommission. Unterstützt wird sie vom neu geschaffenen Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD​). Er ist eine vom Rat und von der Kommission unabhängige Institution und hat einen Großteil der früheren außenpolitischen Arbeitseinheiten der EU aufgenommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EAD leiten auch die rund 140 EU-Delegationen weltweit.

Die Generaldirektion "Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung" ist für Strategien und Projekte der EU im Bereich Entwicklungszusammenarbeit zuständig. Zu ihren Aufgaben zählen auch die Abstimmung mit weiteren internationalen Gebern und Institutionen sowie die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern und der Zivilgesellschaft.

Je mehr die Entwicklungspolitik mit anderen Politikbereichen verzahnt ist, umso stärker werden auch andere Generaldirektionen beteiligt – beispielsweise die Generaldirektion Handel, da Handel und Entwicklung eng verbunden sind. Da Entscheidungen der EU in bestimmten Bereichen unbeabsichtigte Folgen auf Entwicklungsländer haben können, existiert seit 2005 der Mechanismus für "Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung" (Policy Coherence for Development, PCD). Die Europäische Kommission veröffentlicht alle zwei Jahre einen PCD-Bericht mit konkreten Handlungsvorschlägen zur Verbesserung der innereuropäischen Zusammenarbeit.

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Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD)

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (European Bank for Reconstruction and Development, EBRD) unterstützt die Länder Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens beim Übergang zu demokratischen Strukturen und zur Marktwirtschaft. Durch ihre Investitionen fördert sie den privaten und öffentlichen Sektor, die Stärkung der Finanzinstitute und Rechtssysteme sowie Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr, Energie und Telekommunikation.

Ausführliche Informationen über die EBRD finden Sie hier

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Europäische Gemeinschaft (EG)

Die Europäische Gemeinschaft wurde mit den Römischen Ver­trägen im Jahr 1957 ge­grün­det, sie ist eine der Grund­lagen der euro­pä­ischen In­te­gra­tion. Auch die Ent­stehung der Europäischen Union (EU) im Jahr 1992 hat die Euro­päische Ge­mein­schaft nicht ver­drängt, sie bleibt Teil der EU.

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Europäische Investitionsbank (EIB)

Die Europäische Investitionsbank (EIB) nimmt im Rahmen des sogenannten Außenmandats der EU entwicklungspolitische Aufgaben wahr. Dazu gehört die Förderung von Vorhaben in den potenziellen EU-Beitrittsländern, den Ländern des Nach­bar­schafts­raums sowie in Asien, Lateinamerika und Südafrika. Daneben verwaltet die EIB die Investitionsfazilität. Dieses Förderinstrument zugunsten der Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten) basiert auf dem Partner­schafts­abkom­men von Cotonou zwischen der EU und den AKP-Staaten. Es finanziert sich aus dem Europäischen Entwicklungsfonds (EEF). Die Investitionsfazilität unterstützt dabei den Privatsektor, schwerpunktmäßig in den Bereichen Finanzsektor und Infrastruktur.

Ausführliche Informationen über die EIB finden Sie hier

Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP)

Die Europäische Nach­bar­schafts­politik (ENP) ist das zentrale Instru­ment der Zu­sam­men­ar­beit zwischen der Europäischen Union (EU) und ihren Nachbar­staaten. Sie wurde 2004 im Zusammen­hang mit der Erweiterung der EU um zehn Mitglieds­länder entwickelt. Ziel der ENP ist es, die politische und wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit zu vertiefen und so die Entstehung neuer Trenn­linien zwischen der EU und den Nachbarn zu verhindern. Die ENP richtet sich an die Staaten im süd­lichen und öst­lichen Mittel­meer­raum, an Weiß­russland, die Republik Moldau, die Ukraine sowie die Kaukasus­staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Mit der ENP bietet die EU diesen Staaten eine privilegierte Partner­schaft an, die auf dem Bekenntnis zu gemeinsamen Werten (Demokratie und Menschen­rechte, Rechts­staat­lich­keit, gute Regie­rungs­führung, markt­wirt­schaft­liche Prinzipien und nach­hal­tige Ent­wick­lung) basiert. In bilateralen Aktions­plänen, die individuell auf die einzelnen Ko­ope­ra­tions­länder zugeschnitten sind, werden Ziel­vereinbarungen und Handlungs­prioritäten formuliert.

Ausführliche Informationen über die Europäische Nachbarschaftspolitik finden Sie hier

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Europäischer Auswärtiger Dienst

Mit dem Vertrag von Lissabon ist der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) geschaffen worden. Er hat 2010 seine Arbeit auf­ge­nom­men und unterstützt den Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicher­heits­politik. Er setzt sich aus Beamtinnen und Beamten des Europäischen Rates, der Kommission und der nationalen diplo­ma­tischen Dienste zusammen. Gemeinsam mit der General­direktion Ent­wick­lung und Zusammenarbeit – EuropeAid ko­or­di­niert der EAD die Ent­wick­lungs­zusammenarbeit der EU.

Europäischer Entwicklungs­fonds (EEF)

Der Europäische Entwicklungsfonds ist ein vom Haus­halt der EU ge­trenntes Son­der­ver­mögen. Über den EEF wird die Zu­sam­men­ar­beit der EU mit vielen Staaten Afri­kas, der Kari­bik und des Pazi­fiks (AKP-Staaten) finanziert. Die EU bringt über den Fonds die Mittel auf, die sie den AKP-Staaten auf Grundlage des Cotonou-Abkommens jeweils für einen Zeitraum von mehreren Jahren verbindlich zusagt.

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Europäischer Rat

In der Regel zweimal pro Halbjahr treten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission als Europäischer Rat zusammen. Der Europäische Rat ist eines der sieben Organe der Europäischen Union. Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und der Präsident der Europäischen Kommission nehmen an den Sitzungen des Rates beratend teil.

Der Europäische Rat gibt der Union die für ihre Entwicklung erforderlichen Impulse und legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten hierfür fest. Er wird nicht gesetzgeberisch tätig.

Der Präsident des Europäischen Rates wird von den Staats- und Regierungschefs für zweieinhalb Jahre gewählt.

Soweit in den Verträgen nicht anders festgelegt, entscheidet der Europäische Rat im Konsens. Je nach den Bestimmungen für das jeweilige Politikfeld werden Entscheidungen einstimmig oder mit qualifizierter Mehrheit getroffen. Der Präsident des Europäischen Rates, der Präsident der Kommission und die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik sind nicht stimmberechtigt.

Die durch den Europäischen Rat definierten Positionen bilden nicht nur die Richtschnur für die Arbeit der Kommission, sondern dienen auch als Referenzen für die Verwaltungen der Mitgliedsstaaten. Wesentlich für den Verhandlungsstil sind "Verhandlungspakete", in denen Forderungen und Konzessionen aus mehreren Politikbereichen gegenseitig "verrechnet" werden.

Europäisches Parlament

Das Europäische Parlament ist das einzige auf direkte Wahl gestützte und damit unmittelbar demokratisch legitimierte Organ der Europäischen Union.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments werden von den EU-Bürgerinnen und -Bürgern für fünf Jahre gewählt, zuletzt im Mai 2014. Das Parlament hat drei wesentliche Aufgaben: Gesetzgebung, Haushaltskontrolle und parlamentarische Kontrolle der EU-Kommission und des Rats.

Gesetzgebung

Das Europäische Parlament bestimmt bei fast allen EU-Gesetzen mit und entscheidet über deren Inkrafttreten. Beim sogenannten ordentlichen Gesetzgebungsverfahren hat das Parlament die gleichen Rechte wie der Rat der Europäischen Union. Das Verfahren besteht in der gemeinsamen Annahme einer von der EU-Kommission vorgeschlagenen Verordnung, einer Richtlinie oder eines Beschlusses durch das Europäische Parlament und den Rat. In jeweils zwei Lesungen können das Parlament und der Rat Änderungen an dem vorgeschlagenen Gesetzestext einbringen. Bei Uneinigkeit müssen sich Rat und Parlament in dritter Lesung dann in einem Vermittlungsausschuss einigen.

Das Parlament kann entsprechend dem Lissabon-Vertrag nun auch selbst Änderungen in den EU-Verträgen vorschlagen. Zudem muss es an anderen wichtigen Entscheidungen wie dem Beitritt neuer Länder zur EU beteiligt werden.

Haushaltskontrolle

Das Parlament bestimmt gleichberechtigt mit dem Rat über den gesamten EU-Haushalt. Es kann so in allen Politikbereichen darüber mitentscheiden, wie viel Geld wofür ausgegeben wird. Das Parlament begutachtet auch den Umgang der Kommission mit dem Vorjahreshaushalt​.

Parlamentarische Kontrolle

Der Lissabon-Vertrag stärkt die Kontrollfunktion des Parlaments gegenüber den anderen Institutionen der EU. So wurde das Mitspracherecht bei der Auswahl des Führungspersonals der EU deutlich erweitert. Das Parlament wählt den Präsidenten der Europäischen Kommission auf Grundlage eines Vorschlags der Staats- und Regierungschefs. Auch der Hohe Vertreter für die Außen- und Sicherheitspolitik benötigt als Vize-Präsident der Kommission die Zustimmung des Parlaments.

Auch eine neue EU-Kommission kann erst dann ihre Arbeit beginnen, wenn sie vom Parlament gebilligt wurde. Im Zweifelsfall können die Volksvertreter die Kommission insgesamt ablehnen. Durch einen Misstrauensantrag kann das Parlament auch den Rücktritt einer amtierenden Kommission einfordern. Das Parlament kontrolliert die EU-Kommission zudem durch die Prüfung der Kommissionsberichte und durch Anfragen an die Kommissare​.

Europäische Union (EU)

Die Europäische Union betreibt eine eigen­ständige ent­wick­lungs­politische Zu­sammen­arbeit, die Teil der EU-Außen­be­ziehungen ist. Sie wird aus dem Haus­halt der EU sowie dem ge­sondert be­ste­henden Europäischen Entwicklungsfonds fi­nan­ziert. Die Um­set­zung er­folgt durch die Europäische Kom­mis­sion in Zu­sam­men­arbeit mit dem Euro­pä­ischen Aus­wär­tigen Dienst (EAD). Die EU ist in sämt­lichen Ent­wick­lungs­ländern mit eigenen Dele­ga­tionen vertreten.

Die EU und ihre Mitglieder stellen welt­weit die meisten Mit­tel für Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit be­reit (2014: über 50 Pro­zent der welt­weiten ODA). Die Mit­glieds­staaten stim­men sich in inter­natio­nalen Pro­zessen ab, um als EU mit einer Stimme zu sprechen. Ebenso wird die kon­krete Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit in den Part­ner­län­dern mit Blick auf ein ar­beits­tei­liges Vor­gehen koordiniert.

Ausführliche Informationen über die Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit der Euro­päischen Union und die deutsche Mit­wir­kung daran finden Sie hier

EuropeAid

Das Europäische Amt für Zusammenarbeit (EuropeAid) wurde 2001 gegründet und war die zentrale Stelle für die praktische Umsetzung der europäischen Entwicklungspolitik. Anfang 2011 wurde EuropeAid mit der Generaldirektion Entwicklung fusioniert. Aus der Fusion entstand die General­direk­tion Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid, die für die Pro­gram­mierung und Umsetzung der europäischen Entwicklungs­zusammenarbeit verantwortlich ist.

Evaluierung

Das Wort Evaluierung beziehungsweise Evaluation stammt ur­sprüng­lich aus der latei­nischen Sprache und be­deu­tet Be­wer­tung oder Be­ur­tei­lung. Im Rah­men der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit sind Eva­luierungen um­fas­sende, syste­ma­tische Er­folgs­kon­trollen von ent­wick­lungs­poli­tischen Pro­grammen und Instru­menten. Für jede Eva­lu­ierung wird auf Grund­lage eines all­ge­mein­gül­tigen Rasters ein indi­vi­dueller Plan er­stellt. Dieses Ver­fah­ren macht es mög­lich, die Eva­lu­ierungs­er­gebnisse unter­schied­licher Vor­haben mit­ein­ander zu ver­gleichen. Da­durch kön­nen Er­fah­rungen, die bei einem ein­zelnen Pro­gramm ge­sam­melt wurden, auch auf andere Maß­nah­men über­tra­gen wer­den. Alle in einem be­stimmten Zeit­raum vor­ge­sehenen Über­prü­fungen sind im "Zen­tralen Eva­lu­ierungs­pro­gramm" (ZEP) des BMZ zusammengefasst.

Ausführliche Informationen über die Evaluierung in der deutschen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit finden Sie hier

Evangelischer Entwicklungsdienst (EED)
Exploration

Im Bergbau und in der Geologie wird unter dem Begriff die Suche oder Erschließung von Lagerstätten und Rohstoffvorkommen in der Erdkruste verstanden.

Explorationskonzession

Eine Explorationskonzession ist die staatliche Genehmigung für die Suche oder Erschließung von Lagerstätten und Rohstoffvorkommen auf einer bestimmten Fläche.

Exportkreditgarantien

Export­kredit­garantien, auch bekannt als Hermes-Bürgschaften, sind staat­liche Instru­mente der Außen­wirt­schafts­förderung. Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sichert damit einheimische Exporteure und Banken gegen wirt­schaft­liche und politische Risiken ab. Ohne diese Staats­garantien wäre es vor allem kleinen und mittel­ständischen Unter­nehmen nicht möglich, sich auch in schwierigen Märkten zu engagieren – sie wären im in­ter­na­ti­o­nalen Wett­bewerb benachteiligt.

Ein großer Teil der deutschen Aus­fuhren in Ent­wick­lungs- und Schwellen­länder wird von Hermes-Bürgschaften gedeckt. Die Bewilligung von Export­kredit­garantien ist daher unter anderem an die Berück­sichtigung entwicklungs­politischer Belange geknüpft.

Ausführliche Informationen über Export­kredit­garantien finden Sie hier

Extraktiver Sektor

Der extraktive Sektor umfasst die mineralischen Rohstoffe (Metallrohstoffe wie Eisen und Stahl sowie Nichtmetallrohstoffe wie Steine und Erden) sowie die Energierohstoffe (fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle; Kernbrennstoffe wie Uran).

Lexikon der Entwicklungspolitik

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