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Bodendegradation


Der Boden ist als Grund­lage für Acker­bau und Vieh­wirt­schaft eine der wichtig­sten natür­lichen Ressourcen des Menschen. Doch gutes Acker- und Weide­land wird immer knapper: In den ver­gan­ge­nen 40 Jahren musste ein Drittel der welt­weiten Acker­flächen aufgegeben werden.

Ein wesentlicher Grund dafür ist Boden­degradation – ein Prozess, der dazu führt, dass die betroffenen Böden immer weniger für eine land­wirt­schaft­liche Nutzung geeignet sind. Laut Definition der Ernährungs- und Land­wirt­schafts­organisation der Vereinten Nationen (FAO) können sechs spezifische Phäno­mene dazu bei­tragen: Wasser­erosion, Wind­erosion, Ver­nässung und Ver­salzung, chemische De­gra­degradation, physi­ka­li­sche De­gradation und bio­lo­gische Degradation. Im Unter­schied zum umfassenderen Begriff der Desertifikation bezieht sich Boden­degradation vor­rangig auf die Frucht­bar­keit und Pro­duk­ti­vi­tät des Bodens.

Boden­degradation kann natürliche Ursachen haben, ist aber in zunehmendem Maße vom Menschen ver­ursacht. Ein­seitiger Anbau, falsche Bewässerung, un­ver­hält­nis­mäßiger Einsatz von Pestiziden, intensive Bebauung oder über­mäßige Nutzung als Folge von Bevölkerungs­wachstum stören das biologische Gleich­gewicht und können Böden unbrauchbar machen. Besonders in Entwicklungs­ländern sind sehr viele Menschen davon betroffen, da sie direkt oder indirekt von der Land­wirt­schaft abhängig sind. Der Schutz der Böden und der Kampf gegen Boden­degradation und Deser­ti­fi­ka­tion sind daher wichtige Aufgaben der Entwicklungs­politik. Deutsch­land ist in diesem Bereich einer der größten Geber weltweit.

Ausführliche Informationen über das Thema Boden­schutz finden Sie hier

Lexikon der Entwicklungspolitik

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