Hauptinhalt

Die ELD-Initiative

Bodenerhalt verstehen und nutzen

Bodenerosion durch Wind in einer Agrarlandschaft bei Depoplistskrao, Georgien

Was kostet es, wenn Böden zerstört werden? Welche Verluste entstehen für Dörfer, Regionen und ganze Länder? Welche Weichen kann ein Land stellen, um seine natürlichen Ressourcen besser zu schützen?

Antworten auf solche Fragen findet die ELD-Initiative (Economics of Land Degradation), die das BMZ gemeinsam mit der Europäischen Union, den Vereinten Nationen (UNCCD) und dem Korea Walddienst (Korea Forest Service, KFS) gegründet hat.

ELD macht sichtbar, wie gewinnbringend der Erhalt von Boden sein kann und zeigt die Folgekosten auf, die entstehen, wenn nicht gehandelt wird. Ein unabhängiger wissenschaftlicher Prozess liefert dabei Instrumente, Methoden und Zahlen. Damit werden Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und ihre Partner dafür sensibilisiert, sinnvolle Investitionen in ein nachhaltiges Land- und Ressourcenmanagement zu tätigen.

Boden als wertvolles Gut erkennen

Das Internationale Jahr des Bodens 2015 stellte für die ELD-Initiative den Abschluss einer ersten Phase dar, die ihren Höhepunkt in der Veröffentlichung des Hauptberichts "The Value of Land" sowie eines zielgruppenspezifischen "Report for policy and decision makers" fand. Von 2016 an verschiebt sich der Fokus: Jetzt geht es um die Umsetzung der "lessons learned" aus der forschungsorientierten ersten Phase.

Das Wissen um Methoden wird weitergegeben, die erarbeitete Methodik umgesetzt. Die ELD-Initiative will so einen Beitrag dazu leisten, dass praxisorientierte Strategien für nachhaltiges Landmanagement entwickeln werden können, die den finanziellen Wert von Boden und anderen natürlichen Ressourcen miteinbeziehen.

Die Aktivitäten der Initiative sollen darüber hinaus die internationale Debatte über Land voranbringen, vor allem auch im Zusammenhang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Agenda 2030. Ziel 15 beinhaltet die Zielvorgabe "Bis 2030 die Wüstenbildung bekämpfen, die geschädigten Flächen und Böden einschließlich der von Wüstenbildung, Dürre und Überschwemmungen betroffenen Flächen sanieren und eine Welt anstreben, in der die Landverödung neutralisiert wird".


Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen