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G20-Konferenz

EINEWELT ohne Hunger ist möglich. Die Zukunft des ländlichen Raums

27. bis 28. April 2017 im bcc Berlin Congress Center, Alexanderstraße 11, 10178 Berlin

Logo der Konferenz "EINEWELT ohne Hunger ist möglich: Die Zukunft des ländlichen Raums"

Im ländlichen Raum entscheidet sich die Zukunft der Menschheit. Nur eine vielfältige, produktive und nachhaltige Wirtschaft schafft langfristig Arbeit und Einkommen für junge Menschen im ländlichen Raum von Entwicklungsländern und erhält die natürlichen Ressourcen. So kann die Welt auch bei einer wachsenden Bevölkerung Armut und Hunger überwinden, Landflucht mindern und die Ernährung sichern. Der ländliche Raum braucht dringend Innovation sowie neue wirtschaftliche und politische Impulse. Globalisierung muss gerecht gestaltet werden, damit auch der ländliche Raum von ihr profitieren kann.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) lud Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus In- und Ausland am 27. und 28. April 2017 zu der hochrangigen G20-Konferenz "EINEWELT ohne Hunger ist möglich. Die Zukunft des ländlichen Raums" nach Berlin ein.

Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum. Allein in Afrika werden bis zum Jahr 2030 etwa 440 Millionen junge Menschen neu auf den Arbeitsmarkt drängen, die Mehrzahl von ihnen auf dem Land. Hieraus ergibt sich ein großes Potenzial für eine dynamische ländliche Entwicklung. Fehlen hingegen Zukunftsperspektiven für diese jungen Menschen, werden sozialer Frieden und Stabilität langfristig gefährdet.


Der zweite Konferenztag stand ganz im Zeichen der Umsetzung. Während in parallelen thematischen Podien ausgewählte Lösungsansätze präsentiert und diskutiert wurden, vertieften die G20 im geschlossenen Kreis das Thema Jugendbeschäftigung. Dafür konnten die Themen und Vorschläge des Charta-Prozesses auch wichtige politische Impulse setzen.


Auf der Konferenz sollte nicht nur über unsere Verantwortung für die junge Generation, sondern auch mit ihr diskutiert werden. Rund 150 junge Menschen aus Afrika, den G20 und Deutschland nahmen an der Konferenz teil. In einem mehrtägigen Vorprogramm, welches mit dem 'Rural Future Lab' endete, hatten sie Gelegenheit, ihre Visionen für einen zukunftsfähigen ländlichen Raum zu erarbeiten.


Die Charta von Berlin: Ein modernes Leitbild für ländliche Entwicklung weltweit

Die "Charta von Berlin" zeigt Herausforderungen, aber vor allem Lösungsansätze, um Perspektiven für Menschen im ländlichen Raum zu schaffen.

Das Dokument wurde durch einen unabhängigen internationalen Beraterkreis erarbeitet. Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Privatsektor und Entwicklungsexperten trugen zur Entstehung bei. Durch die intensive Beteiligung engagierter junger Menschen aus ganz Afrika, Asien und Deutschland gibt die Charta von Berlin gerade der jungen Generation eine Stimme.

Auf der G20 Konferenz "EINWELT ohne Hunger ist möglich – Die Zukunft des ländlichen Raums" wurde die Charta von Berlin mit hunderten Konferenzteilnehmern diskutiert, per Akklamation angenommen und an Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller übergeben. Er hat die Unterstützung des BMZ für die Umsetzung der Charta zugesagt.

Mit ihrem Handlungsaufruf zur Schaffung zukunftsfähiger ländlicher Räume mit der jungen Generation setzt die Charta von Berlin einen wichtigen politischen Impuls für die deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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