Hunger
Hunger bekämpfen – Recht auf Nahrung verwirklichen
Die Zahlen sind unfassbar: Etwa alle 3,5 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung – das sind rund 25.000 Menschen am Tag, etwa zehn Millionen Menschen pro Jahr. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder unter fünf Jahre. Der deutsche Bundestag hat im Jahr 2001 beschlossen, dass Deutschland eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Hunger übernehmen soll. mehr
Ländliche Entwicklung
Ländliche Entwicklung fördern – Lebensgrundlagen sichern
Rund drei Viertel der Menschen, die weltweit auf dem Land leben, sind arm. Sie haben kein Einkommen oder verdienen nur sehr wenig; ihre Möglichkeiten, sich eine tragfähige Existenz aufzubauen, sind gering. Mangelnde Bildung und fehlende soziale Versorgung erschweren ihre Lage. Ländliche Entwicklung kann die Situation dieser Menschen verbessern. Der Begriff umfasst weit mehr als nur die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion. Ländliche Entwicklung hat auch wirtschaftliche, soziale, ökologische und institutionelle Aspekte. Wichtige Einsatzbereiche der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind dabei die Wirtschaftsförderung, Dezentralisierung, Land- und Agrarreformen, Ressourcenschutz, Gleichberechtigung und entwicklungsorientierte Drogenkontrolle. mehr
Agrarsubventionen
Agrarsubventionen abbauen –
Handelschancen der Entwicklungsländer verbessern
Die Agrarsubventionen der Industrieländer verhindern in vielen Fällen, dass die Produkte aus Entwicklungsländern im weltweiten Wettbewerb bestehen können. Faire Chancen für Entwicklungsländer sind auf dem Weltmarkt nur erreichbar, wenn die Industrieländer ihre Agrarsubventionen abbauen und Handelshemmnisse für den Import von Waren aus Entwicklungsländern beseitigen. Deutschland setzt sich dafür ein, dass die Interessen der Entwicklungsländer im Welthandelssystem besser berücksichtigt werden. mehr
Agrarforschung
Agrarforschung fördern – Ernährung sichern
Experten gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf mehr als neun Milliarden Menschen wachsen wird. Die meisten von ihnen werden in Entwicklungsländern leben. Der Nahrungsmittelbedarf wird dadurch stark wachsen, die landwirtschaftliche Nutzfläche ist jedoch begrenzt. Die Agrarforschung steht vor der Aufgabe, die Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit Lebensmitteln zu sichern. mehr
Nahrungsmittelhilfe
Nahrungsmittelhilfe –
Verpflichtung zur Bekämpfung des Hungers
Durch entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe kann die Bundesrepublik schnell und flexibel auf Krisen, Konflikte und Naturkatastrophen reagieren. Die Nothilfe trägt dazu bei, Katastrophen vorzubeugen und schafft die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung nach Überwindung der Notlage. Eines der Instrumente der deutschen Politik ist dabei zum Beispiel das Internationale Nahrungsmittelhilfe-Übereinkommen von 1999. Durch dieses Abkommen hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, Nahrungsmittelhilfe im Wert von mindestens 56,24 Millionen Euro pro Jahr zu leisten. mehr
Dokumente und Links
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Internetseiten, die weiterführende Informationen zum Thema Ernährung bieten. mehr
Beispiele
Landwirtschaftliche Entwicklung in Burkina Faso
Der Agrarsektor ist der wichtigste Produktionssektor Burkina Fasos. Doch zahlreiche Bauern betreiben eine Form der Landwirtschaft, die nur geringe Erträge erbringt. Das Einkommen der ländlichen Bevölkerung kann auf diese Weise kaum steigen. Die geringe Produktivität gefährdet zudem unterschwellig die Ernährungssicherung im ländlichen und städtischen Raum. Durch das Programm "Landwirtschaftliche Entwicklung" soll der Agrarsektor modernisiert und dezentralisiert werden.

Programmname: Programm Landwirtschaftliche Entwicklung
Ziel: Kleinbauern in der Provinz Sissili und zwei Regionen im Südwesten und Osten Burkina Fasos steigern ihr Einkommen und verbessern ihre Ernährungssituation nachhaltig
Strategie: Durch den Aufbau von Wertschöpfungsketten für ausgewählte Produkte erhalten Kleinbauern Zugang zum Markt und das nötige Know-how. Investitionen werden durch die Vergabe von Kleinkrediten ermöglicht
Deutscher Beitrag: 30 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: April 2004 bis März 2016
Beispiele
Management natürlicher Ressourcen in Ecuador
Ecuador gilt als das Land mit der größten Artenvielfalt im Verhältnis zu seiner Oberfläche. Rund 18 Prozent der Gesamtfläche des Landes stehen unter Naturschutz. Doch jedes Jahr wird eine Fläche von rund 150.000 Hektar Wald (1,5 Prozent der Landesfläche) zerstört. Rund 40 Prozent der Bevölkerung arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft. Mehr als 60 Prozent der ländlichen Bevölkerung gelten als arm. Um ihre Ernährung zu sichern, sind sie gezwungen, die natürlichen Ressourcen ihrer Umgebung zu übernutzen. Dadurch gefährden sie langfristig ihre eigenen Lebensgrundlagen. Das Programm "Nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen" (NAMARES) soll dabei helfen, die Artenvielfalt in Ecuador zu erhalten und das Einkommen der ländlichen Bevölkerung zu steigern.

Programmname: Nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen (NAMARES)
Ziel: Das Gesamtziel des Programms ist darauf ausgerichtet, Armut zu bekämpfen, indem die ländliche Bevölkerung in der Programmregion bei der Anwendung von Strategien und Methoden zum nachhaltigen Naturressourcenmanagement und zur Einkommenserhöhung beraten wird.
Strategie: Das aktuelle Programm besteht aus drei Komponenten: Institutionen- und Strategieberatung zum Schutz der Naturressourcen, Inwertsetzung von Umweltdienstleistungen, Lokale Governance im Naturschutzbereich
Deutscher Beitrag: etwa 20 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2004 bis 2013


