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Lösungsansätze der deutschen Entwicklungspolitik

EINEWELT ohne Hunger ist möglich


Landwirtschaftliches Modellprojekt in Ostäthiopien

Die Staatengemeinschaft der G7 hat sich zum Ziel gesetzt, 500 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 aus Hunger und Mangelernährung zu befreien. Die Beendigung des Hungers und der Mangelernährung zählt auch zu den international vereinbarten Entwicklungszielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Mit der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" trägt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Das BMZ investiert jährlich rund 1,5 Milliarden Euro in die Schwerpunkte Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung.

Die Sonderinitiative wird in Partnerländern aktiv, die besonders von Hunger und Mangelernährung betroffen sind. Der durchschnittliche Anteil der Unterernährten liegt in den Schwerpunktländern der Sonderinitiative bei 21 Prozent.

  • Das BMZ hat mit 17 Partnerländern Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung als Schwerpunkt der Zusammenarbeit vereinbart.
  • Mit dem Programm Ernährungssicherung und Resilienzstärkung verbessert das BMZ in 11 Ländern die Ernährungssituation und Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Katastrophen von bis zu vier Millionen Menschen.
  • Das BMZ unterstützt Projekte, die die Grundlagen für die Versorgung der Menschen mit gesunder Nahrung verbessern, zum Beispiel, indem 200.000 Hektar Boden wieder fruchtbar gemacht werden (Programm Bodenschutz und Rehabilitierung) und über 140.000 Haushalte Zugang zu Land bekommen (Programm Verantwortungsvolle Landpolitik).
  • In 13 Grünen Innovationszentren fördert das BMZ die Verbreitung von Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, bildet Kleinbäuerinnen und -bauern fort und erreicht damit eine Produktions - und Einkommenssteigerung bei knapp einer halben Million landwirtschaftlicher Betriebe.

Die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Konflikte, Umweltzerstörung und Katastrophen können Hunger auslösen – und andersherum. Daher sind Investitionen in ländliche Entwicklung, nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherung so wichtig. Sie tragen entscheidend zur Stabilisierung von Regionen bei.

Kleinbäuerinnen und -bauern als Zielgruppe

Reisernte in einer ländlichen Region im Südwesten von Bangladesch

Ein Schwerpunkt der Sonderinitiative ist die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Sie hat die größten Potenziale, um zukünftig ausreichend Nahrung für die wachsende Weltbevölkerung zu produzieren, denn sie stellt die meisten Agrarbetriebe in Entwicklungsländern. Zumeist arbeitet sie noch mit einfachen Mitteln und ohne moderne Methoden. Hier lässt sich also viel bewirken in Bezug auf Ertragssteigerungen und Armutsbekämpfung. Frauen spielen bei der Ernährungssicherung, der landwirtschaftlichen Produktion und Verarbeitung eine Schlüsselrolle.

Wenn arme Kleinbauernfamilien mehr ernten und mehr verkaufen, so hilft das nicht nur den Bauernfamilien selbst, sondern es kommen insgesamt mehr und bezahlbare Nahrungsmittel auf den Markt – ein Schritt zu mehr Ernährungssicherheit. Wichtig ist dabei, schonend mit dem Boden und den Wasservorräten zu wirtschaften, sodass Ernten langfristig möglich sind. Nachhaltigkeit ist ein Muss. Nur so lässt sich die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung dauerhaft sichern.

Deutschland macht sich deshalb mit der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" für eine nachhaltige Landwirtschaft und die ländlichen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenländer stark.


Zusammenarbeit mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft

Die Förderung von landwirtschaftlichem Wachstum und die Sicherung der Ernährung sind zentrale Bestandteile der Wirtschafts- und Agrarpolitiken der Partnerländer des BMZ. Hier knüpft die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" an und unterstützt die Partner auf unterschiedlichen Ebenen bei der Ausgestaltung ihrer Strategien zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung. In Afrika spielt hierbei das pan-afrikanische Netzwerk zur Agrarförderung der Afrikanischen Union eine wichtige Rolle (Comprehensive Africa Agriculture Development Programme, CAADP).

Das Ziel der Agenda 2030, den Hunger zu beenden, und die G7-Beschlüsse von Elmau, 500 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 aus Hunger und Mangelernährung zu befreien, lassen sich erreichen – gemeinsam mit allen betroffenen Partnerregierungen, in Zusammenarbeit mit anderen Gebern und internationalen Organisationen sowie unter Mitwirkung aller gesellschaftlicher Kräfte aus Zivilgesellschaft, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft.


Weitere Informationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

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