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4. November bis 2. Dezember 2019

Ringvorlesung 2019: SDGs konkret – Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungsbranche

Welches Wissen brauchen wir, um die SDGs zu erreichen? Expertinnen und Experten stellen Ansätze und Sichtweisen zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit vor.

Übersicht: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Keine Armut, menschenwürdige Arbeit, nachhaltiger Konsum und faire Produktion – dies sind nur einige der 17 Ziele der Agenda 2030, die in direktem Zusammenhang mit der industriellen Produktion von Textilien stehen. Was ist der deutsche Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in diesem Sektor und wie können Umwelt- und Sozialstandards in der Textilproduktion durch das "Textilbündnis", den "Grünen Knopf" oder den "Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte" verbessert werden? Welche Rolle spielen dabei Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Produktionsländern?

In welcher Form die Agenda 2030 mit Leben gefüllt und die Ziele in die Praxis umgesetzt werden können, ist Leitthema der jährlich stattfindenden Ringvorlesung "Transformation unserer Welt – Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Veranstalter sind die GIZ-Repräsentanz Berlin und Engagement Global.

An fünf Abenden stellen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit ihre Ansichten vor. Die Ringvorlesung 2019 steht unter dem Titel "SDGs konkret: Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungsbranche".

Zum Auftakt der Ringvorlesung 2019 führt Gunther Beger, Abteilungsleiter für Grundsatzfragen im BMZ, in das Thema ein.

Termine und Themen der Veranstaltungen

4. November 2019:
Die Rohstoffgewinnung in der Textilindustrie: Raum für mehr Nachhaltigkeit

Die Baumwollproduktion hat einen schlechten Ruf: Ein immenser Wasserverbrauch, der starke Einsatz von Pestiziden, Kinderarbeit, unzumutbare Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne stehen in der Kritik. Wie ist mehr Nachhaltigkeit beim Anbau von Textilrohstoffen möglich und welche alternativen Optionen der Rohstoffgewinnung bestehen?

11. November 2019:
Macht und Ermächtigung in der globalen Textilproduktion

Welche Ansätze gibt es, die ungleichen Machtverhältnisse in globalen Produktionsketten aufzubrechen, Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards zu verankern und die Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter grundlegend und langfristig zu verbessern?

18. November 2019:
Welchen Einfluss haben Konsumentinnen und Konsumenten auf die Produktionsweisen im Textilbereich?

Wer Kleidung kauft, ist Teil der Lieferkette und trägt somit eine gewisse Mitverantwortung für die Produktionsbedingungen in der Textilbranche. Durch bewusste Kaufentscheidungen kann jeder und jede zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 beitragen. Der Abend befasst sich mit Fragen nach alternativen Konsummöglichkeiten und Wegen hin zu einem höheren Verbraucherbewusstsein.

25. November 2019:
Wer wird denn gleich das Handtuch (weg-)werfen?

Der Trend geht zu immer mehr, immer billigeren Kleidungsstücken mit immer kürzerer Lebensdauer. Welche Chancen bieten zirkuläre Wirtschaftsmodelle auf dem Weg zur Erreichung der SDGs und wo stoßen wir an Grenzen? Wie kann Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche funktionieren und welche Erfahrungen machen junge Start-Ups der Modebranche?

2. Dezember 2019:
Wer trägt hier die Verantwortung?

Zum Abschluss der Ringvorlesung ziehen Expertinnen und Experten aus Sicht von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Bilanz: Wie können bestehende Handlungsansätze verstärkt werden, um im Textilsektor von Rohstoffgewinnung über Produktion und Konsum bis hin zum Recycling Nachhaltigkeit gewährleisten zu können?

 

Termindetails

Montag, 04.11.2019

18:00 Uhr

Ort:
GIZ-Repräsentanz Berlin
Reichpietschufer 20
10785 Berlin

Lexikon der Entwicklungspolitik

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