02.02.2010
Niebel in Namibia
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bricht am 2. Februar 2010 zu seiner 2. Afrika-Reise auf. Drei Tage lang besucht er Namibia, mit dem Deutschland aus historischen Gründen durch eine besonders enge Partnerschaft verbunden ist. In der Hauptstadt Windhuk hat er die Möglichkeit, den politischen Dialog auf höchster Ebene zu führen und ebenfalls Oppositionspolitiker zu treffen.
Höhepunkt der Reise ist das Richtfest des Ohorongo-Zementwerks in der Region Otavi, das über die größte Direktinvestition eines deutschen Familienunternehmens, der Schwenk Zement KG aus Ulm, seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 initiiert wurde. "Ohorongo Cement (PTY) Ltd." wird als erstes Zementwerk Namibias ab 2011 etwa 700.000 Tonnen Zement pro Jahr produzieren, davon die Hälfte für den Export, sowie etwa 300 direkte und bis zu 2.000 indirekte Arbeitsplätze schaffen. Die Gesamtinvestition von 254 Millionen Euro wird etwa zur Hälfte über Entwicklungsbanken ko-finanziert, vor allem über die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sowie die Europäische Investitionsbank.
Im Mittelpunkt der Reise steht das Thema "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung". Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die namibische Regierung unter anderem in der Verbesserung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, um möglichst vielen Menschen durch Arbeit und Einkommen die produktive Teilnahme am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Denn auch 20 Jahre nach der Unabhängigkeit von Südafrika ist Namibia weiterhin eine in Arm und Reich gespaltene Gesellschaft; die Arbeitslosigkeit ist mit 38 Prozent extrem hoch. Der Bundesminister wird einzelne Vorhaben der namibisch-deutschen Zusammenarbeit besuchen, darunter ein Mikrofinanzprojekt, das allein im Jahr 2008 Mikrokredite für 6.000 Kunden, davon 92 Prozent Frauen, bereitgestellt hat. Von den damit ermöglichten wirtschaftlichen Aktivitäten profitierten direkt und indirekt mehr als 40.000 Menschen.
Begleitet wird Minister Niebel bei seiner Reise von dem Mitglied des Deutschen Bundestages, Herrn Werner Simmling, dem Sprecher der Geschäftsführung der DEG, Herrn Bruno Wenn sowie von Vertretern der deutschen Wirtschaft und Medien.


