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Coronakrise

Entwicklungsministerium und Volkswagen schaffen in Südafrika 4.000 neue Krankenhausbetten


Stadtansicht von Port Elizabeth, Südafrika

Pressemitteilung vom 07.05.2020 |

Berlin – Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt den Umbau einer Fabrik von Volkswagen in Südafrika zu einer medizinischen Einrichtung für COVID-19-Patienten. Die Anlage in Port Elizabeth soll bis zu 4.000 Patienten aufnehmen können, inklusive Personen, die Sauerstoffzufuhr benötigen. Damit werden die Aktivitäten der südafrikanischen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Corona besiegen wir nur weltweit gemeinsam oder gar nicht. Die Pandemie wächst zu einer globalen Gesundheits-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise. Wir müssen verhindern, dass erst Krankenhäuser und dann ganze Staaten zusammenbrechen. Deshalb unterstützen wir Initiativen wie die von Volkswagen Südafrika. Gemeinsam bauen wir eine derzeit nicht benötigte Fabrik zu einer Einrichtung für COVID-19-Patienten um. So schaffen wir 4.000 zusätzliche Krankenhausbetten und 800 Beatmungsgeräte. Dieses Engagement ist Teil unseres Corona-Sofortprogramms zum Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur in Entwicklungsländern; zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Ernährungssicherung sowie zur Stabilisierung von Krisenregionen und Flüchtlingscamps, gerade in der Sahel-Region und im Krisenbogen Syrien."

Das BMZ unterstützt den Umbau der Fabrik sowie die Versorgung von Krankenhäusern in der Region mit 5,2 Millionen Euro. Bis März 2021 soll die Fabrik so den südafrikanischen Behörden zur Verfügung gestellt werden. Ein Teil der Mittel wird verwendet, um Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen innerhalb der Nelson Mandela Bay-Region mit Notfall-Schutzausrüstung auszustatten.

Thomas Schaefer, Volkswagen Group South Africa: "Solidarität ist in einer Krise entscheidend – und COVID-19 ist eine globale Bedrohung wie nie zuvor. Durch Zusammenarbeit werden wir die Stärke erlangen, die es braucht, um das Coronavirus zu besiegen. Volkswagen Südafrika engagiert sich für innovative Lösungen, um die Plage COVID-19 zu bekämpfen und die Infizierten zu versorgen. Wir danken für die finanzielle Unterstützung, die wir durch das BMZ erhalten."

Der afrikanische Kontinent liegt bei der Ausbreitung des Coronavirus mehrere Wochen hinter Europa zurück. Derzeit zählt Südafrika rund 7.500 mit dem Virus Infizierte und rund 150 Todesfälle. Damit gehört das Land in Afrika zu den am schwersten betroffenen Ländern.

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