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Minister Müller: Entwicklungshaushalt 2021 bleibt stabil – stärken damit Krisen- und Flüchtlingsregionen


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller unterhält sich in einem Flüchtlingscamp im Irak mit jesidischen und muslimischen Frauen, die an einem Alphabetisierungsprogramm teilnehmen.

18.03.2020 |

Berlin – Das Kabinett hat heute die Eckpunkte für den Bundeshaushalt 2021 beschlossen. Für die Entwicklungspolitik sind 10,88 Milliarden Euro vorgesehen – so viel wie für das laufende Haushaltsjahr.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller erklärt dazu: "Der Entwicklungsetat bleibt 2021 stabil – das ist auch während der Corona-Pandemie wichtig, um gezielt die Gesundheitsinfrastruktur in Entwicklungsländern zu stärken und die überlebenswichtige Arbeit in Krisen- und Flüchtlingsregionen fortführen zu können.

Im Krisenbogen rund um Syrien sind weiterhin sieben Millionen Flüchtlinge auf Versorgung angewiesen: Dem Libanon, wo etwa jeder fünfte Einwohner ein syrischer Flüchtling ist, droht der Staatsbankrott. Die Situation in der Region Idlib ist dramatisch: Eine Million Menschen sind auf der Flucht. Viele von ihnen in die Türkei, die bereits fast vier Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat. Wir müssen den Flüchtlingen und den Menschen in den aufnehmenden Gemeinden weiter helfen. Das heißt: Personal im Gesundheitsbereich, Lehrer für syrische Kinder und schnell verfügbare Jobs. Gerade die kirchlichen Hilfswerke und viele zivilgesellschaftlichen Organisationen leisten gemeinsam mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hier unverzichtbare Arbeit."

Seit 2016 hat die deutsche Entwicklungspolitik im Krisenbogen Syrien 325.000 Jobs für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Menschen in den aufnehmenden Gemeinden geschaffen.

Allein in der Türkei konnten im Schuljahr 2019/2020 über 300.000 syrische Flüchtlingskinder mit deutscher Unterstützung unterrichtet werden. Die Finanzierung von Gehältern für syrisches Gesundheitspersonal ermöglichte die medizinische Betreuung von über 350.000 Personen.

Weitere Schwerpunkte der deutschen Entwicklungspolitik sind der weltweite Kampf gegen Armut und Hunger, die Umsetzung des "Marshallplans mit Afrika", Bildung und berufliche Ausbildung sowie der internationale Klimaschutz.

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