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UN-Nachhaltigkeitsforum: Deutschland fordert nachhaltigen Weg aus der Corona-Krise

Ministerkonferenz überprüft Fortschritt bei der Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung im Lichte der COVID-19-Pandemie


Einige der globalen Entwicklungsziele als Sitzkissen bei einer Konferenz

14.07.2020 |

Beim UN-Nachhaltigkeitsforum 2020 setzt sich Deutschland für einen weltweiten grünen und nachhaltigen Wiederaufbau (green and better recovery) nach der Corona-Krise ein. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und das Pariser Klimaabkommen bilden dafür den Kompass.

Das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) überprüft jedes Jahr die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 globalen Nachhaltigkeitsziele. Es findet vom 7. bis 16. Juli erstmals in einem komplett virtuellen Format statt. Das hochrangige Segment wird heute mit einer Ansprache von UN-Generalsekretär Guterres eröffnet. Die Bundesregierung ist durch das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und das Bundesumweltministerium (BMU) vertreten.

Parlamentarische Staatssekretärin im BMU Rita Schwarzelühr-Sutter: "Bei der Bekämpfung von COVID-19 geht es um die Gesundheit und Menschenleben, bei der Ankurbelung der Wirtschaft danach aber auch um die sozial-ökologische Modernisierung unserer Volkswirtschaften. Wir wollen in der EU bis 2050 die Treibhausgasneutralität erreichen. Dabei sind die SDGs der Kompass für den Weg aus der Krise. Unsere Gesellschaften müssen widerstandsfähiger werden. COVID-19 hat uns gezeigt, was für verheerende Folgen rücksichtsloser Umgang mit der Natur haben kann."

Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ Dr. Maria Flachsbarth: "Die COVID-19-Pandemie hat gravierende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und erschwert die Umsetzung der Agenda 2030. Millionen Menschen rutschen in die Armut ab, Millionen Arbeitsplätze gehen verloren und Ungleichheiten werden verstärkt. Mit unserem Corona-Sofortprogramm unterstützen wir deshalb Partnerländer bei der Stärkung ihrer Gesundheitssysteme, der Ernährungssicherung und Sicherung von Jobs und Einkommen sowie bei der Versorgung von Geflüchteten."

Das diesjährige Forum steht unter dem Titel "Accelerated action and transformative pathways: realizing the decade of action and delivery for sustainable development": Nur noch 10 Jahre verbleiben zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Die Anstrengungen müssen in dieser Aktionsdekade für eine nachhaltige Entwicklung sowie zur Überwindung der Auswirkungen der Corona-Krise massiv gesteigert werden.

Die Notwendigkeit einer ambitionierteren und schnelleren Umsetzung der Agenda 2030 wird beim HLPF von verschiedenen Seiten eingefordert – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Ein lebendiger und wirksamer Multilateralismus mit den Vereinten Nationen im Zentrum ist dafür unabdingbar. Der 75. Jahrestag der UNO im September dieses Jahres bietet die passende Gelegenheit, die weltweiten Ambitionen zur Erfüllung des Versprechens der Agenda 2030 zu erhöhen.

Die Bundesregierung unterstützt deshalb den Aufruf des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, gemeinsam die Voraussetzungen für einen nachhaltigeren, grüneren und gerechteren Aufschwung weltweit zu schaffen ("recover better"). Die derzeit weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme bieten eine große Chance, Volkswirtschaften umwelt- und klimafreundlicher sowie widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisen zu gestalten.

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