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Coronavirus-Pandemie

Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit unterstützt Coronavirus-Diagnostik in Benin


Laborarbeitsplatz mit einer sterilen Sicherheitswerkbank zur Diagnostik von Infektionskrankeiten

14.04.2020 |

Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums sind Wissenschaftler der Charité und der GIZ, ausgestattet mit Testkits und Labormaterial, in der vergangenen Woche nach Benin gereist. Sie unterstützen das westafrikanische Land im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. In den kommenden Tagen werden in der Hauptstadt Cotonou Laborfachkräfte darin geschult, das Virus zuverlässig und sicher zu diagnostizieren. So können Erkrankte besser behandelt und die Krankheit schneller eingedämmt werden.

Der Gesundheitsminister Benins hatte mit einem Hilfeersuchen um deutsche Expertise beim Aufbau der Coronaviren-Diagnostik gebeten. Dieser Einsatz in Benins Hauptstadt Cotonou ist eine von mehreren COVID-19-Missionen der Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit (SEEG).

Die Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (SEEG) wurde nach dem Ebola-Ausbruch in Westafrika vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert. Sie unterstützt Partnerländer bei der Vorbereitung und Reaktion auf Krankheitsausbrüche – kurzfristig, flexibel, weltweit. Dazu kooperiert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und dem Robert Koch-Institut (RKI). Seit 2016 hat die SEEG bereits mehr als 20 Missionen in mehr als 15 Ländern durchgeführt.

In Benin sind bislang 23 Corona-Fälle gemeldet worden. Die Dunkelziffer könnte jedoch viel höher sein. Zum einen gibt es einen intensiven Handelsverkehr mit den Nachbarstaaten Togo und Nigeria, wo bereits Hunderte COVID-19-Fälle registriert wurden. Zum anderen kann in Benin bisher kaum getestet werden. Hinzu kommt, dass das Gesundheitssystem in Benin – wie in vielen anderen Staaten in Sub-Sahara-Afrika – sehr schwach ist. Somit ist das Land bislang nur unzureichend auf einen großen Ausbruch von COVID-19 vorbereitet.

 

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