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Klimaresilienz stärken

Globale Anpassungskommission: Mehr Unterstützung für Entwicklungsländer beim Klimawandel


Bundesentwicklungsminister Gerd Mueller begrüßt Kristalina Georgieva, Geschäftsführerin der Weltbank, und Ban Ki-moon, ehemaliger UN-Generalsekretär, beim Treffen der Globalen Anpassungskommission in Berlin.

Pressemitteilung vom 21.05.2019 |

Berlin – Welche Maßnahmen sind nötig zur Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Treffens der Globalen Anpassungskommission, zu dem Bundesentwicklungsminister Gerd Müller internationale Führungspersönlichkeiten eingeladen hat. Den Vorsitz beim Treffen haben der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva.

Selbst wenn das globale 2-Grad-Ziel eingehalten werden kann, sind klimabedingte Katastrophen schon heute Realität und werden sich in Zukunft noch verstärken. Gerade in Entwicklungsländern wird deshalb die Anpassung an den Klimawandel dringender.

Minister Müller kündigte für Deutschland an, 60 Millionen Kleinbauern zu helfen, bis 2030 klimasicher zu werden.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Der Klimawandel ist für viele Menschen längst lebensbedrohliche Realität. Die Entwicklungsländer tragen die Hauptlast – obwohl sie selbst am wenigsten beigetragen haben. Deshalb unterstützen wir die Bauern, vor allem aus Subsahara-Afrika, ganz konkret – zum Beispiel durch dürreresistentes Saatgut oder wassersparende Bewässerung. Und wir bauen unser Engagement für Mikroversicherungen aus, damit die Bauern in Entwicklungsländern besser gegen Ernteverluste abgesichert sind. Mit den Projekten, die das BMZ 2017 angestoßen hat, werden mehr als 230 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht der doppelten Menge der CO2-Emissionen Nigerias. Im Bereich Anpassung werden allein durch unsere Neuzusagen von 2017 rund 26 Millionen Menschen profitieren."

Ban Ki-moon, Vorsitzender der Globalen Kommission und des Globalen Zentrums für Anpassung an den Klimawandel: "Wir dürfen keine Zeit verlieren. Die Entscheidungen, die wir heute treffen, haben dauerhafte Auswirkungen. Wenn wir jetzt die Weichen richtig stellen, sind wir in Zukunft auf dem richtigen Weg. Die Maßnahmen, die wir heute planen, ersparen uns später Kosten und retten Menschenleben. Wir haben die Chance, Perspektiven, zusätzliche Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum und mehr Wohlstand zu schaffen – aber nur, wenn wir jetzt handeln."

Kristalina Georgieva, Ko-Vorsitzende der Globalen Kommission für Anpassung an den Klimawandel und Geschäftsführerin der Weltbank: "Schon heute sind Millionen Menschen von der Klimakrise bedroht, und am stärksten sind die Ärmsten gefährdet, die am wenigsten zu den Ursachen des Problems beigetragen haben. Weltweit werden Maßnahmen ergriffen, um dazu beizutragen, dass die Menschen mit heißeren Sommern, schweren Dürren und verheerenden Stürmen fertig werden. Unsere Kommission kann Erkenntnisse weitertragen und als Transmissionsriemen für neue Ideen dienen, wie man die weltweit am stärksten gefährdeten Menschen unterstützen kann. Gemeinsam können und müssen wir uns auf den Klimawandel einstellen."

Vor dem UN-Klimagipfel im September in New York wird die Globale Anpassungskommission einen Bericht veröffentlichen, der den besonders dringenden Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen aufzeigen wird, darunter bei Ernährungssicherheit, Infrastruktur, Finanzen, Resilienz in Städten und naturbasierten Lösungen.

Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Allein 2017 hat die Bundesregierung 3,65 Milliarden Euro an internationaler Klimafinanzierung aus Haushaltsmitteln zugesagt. Deutlich mehr als 80 Prozent der deutschen Mittel für die internationale Klimafinanzierung stammen aus dem Haushalt des BMZ.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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