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Fair Fashion Move

Entwicklungsminister Müller fordert Umdenken in Modeindustrie

Arbeiterinnen und Arbeiter in einer Textilfabrik in Bangladesch, in der besonders auf die Einhaltung der gesetzlichen Sozial- und Umweltstandards geachtet wird

27.04.2019 |

Heute fanden in Berlin, Hamburg und Köln Demonstrationen statt, um an das Unglück von Rana Plaza vom 24. April 2013 zu erinnern und von der Modeindustrie Fairness und Nachhaltigkeit zu fordern.

Anlässlich des "Fair Fashion Move" erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

"Es freut mich, dass immer mehr Menschen fragen: Wurde meine Kleidung fair produziert? Und dass sie auch von Unternehmen und Politikern fordern, dass Mode nachhaltig hergestellt wird. Die fürchterliche Katastrophe von Rana Plaza, bei der über 1.100 Frauen starben, muss ein Weckruf für grundlegende Verbesserungen in der Textil-Lieferkette sein. 16-Stunden-Schichten in stickigen Fabriken, kein Brandschutz, Kündigung bei Schwangerschaft, des Einsatz gefährlicher Chemikalien und Hungerlöhne müssen endlich der Vergangenheit angehören.

Dass es anders geht, zeigt unser Textilbündnis. Die Hälfte der Textilbranche engagiert sich dort für faire Löhne und Umweltschutz. Das heißt aber auch: Die andere Hälfte zieht nicht mit. Internationale Mindeststandards müssen aber in der gesamten Branche gelten. Das sollte Konsens in der Wirtschaft sein. Ich lasse die Kritik nicht gelten, dass Unternehmen die Bedingungen in den Produktionsstätten nicht kontrollieren können. Selbst kleine Start-ups schaffen das. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Viele Unternehmen, vor allem auch Mittelständler, gehen schon voran und zeigen, dass sie mit angemessenen Aufwand soziale und ökologische Mindeststandards einhalten können."

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