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Minister Müller in Washington

Ausbau der Zusammenarbeit mit Weltbank und USA


Frühjahrstagung von Weltbank und IWF in Washington, D.C.: Bundesentwicklungsminster Gerd Müller und David Malpass, der neue Präsident der Weltbank (links)

Pressemitteilung vom 14.04.2019 |

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat in den Gesprächen mit der neuen Weltbank-Führung und der amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID eine verstärkte Kooperation vereinbart. Im Mittelpunkt des Austauschs mit dem neuen Weltbank-Präsidenten David Malpass stand eine stärkere Fokussierung der Arbeit auf Afrika. Zudem hat Müller die Schwerpunkte des neuen Präsidenten bekräftigt.

Minister Müller: "David Malpass und ich sind uns einig, dass Afrika ein Schwerpunkt der Arbeit der Weltbank sein muss. Ich unterstütze die neue Weltbank-Führung bei der Umsetzung ihrer Schwerpunkte: Bekämpfung von Armut, Schutz des Klimas, Kampf der Korruption, Achtung der Menschenrechte, der Einsatz für Gleichberechtigung sowie mehr Einsatz für Effizienz und Wirksamkeit. Deutschland wird die Umsetzung von Reformen auf diesen Feldern in der Weltbank unterstützen."

Müller dankte zudem der Vorstandsvorsitzenden Kristalina Georgieva für die Führung der Bank in der Übergangsphase bis zum Start von Malpass. Im Gespräch mit Georgieva wurde eine stärkere Kooperation und eine klare Agenda in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) vereinbart.

Der Entwicklungsminister drängte in seinen Gesprächen auch auf eine stärkere Repräsentanz Deutschlands bei der Führung der Bank. Deutschland ist der viertgrößte Anteilseigner der Weltbank.

Daneben wird Deutschland künftig verstärkt mit der amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID in der Krisenregion um Venezuela zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt des Gesprächs von Minister Müller mit USAID-Chef Mark Green stand die Kooperation beider Länder bei der Unterstützung von Gemeinden in den Nachbarländern Kolumbien und Ecuador, die venezolanische Flüchtlinge aufnehmen.

Zudem bot Müller Green eine Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Marshallplans mit Afrika und des Compact with Africa an.

Müller: "Der wichtigste Schritt für die Entwicklung der afrikanischen Staaten ist die Umsetzung der von ihnen selbst vorgelegten Agenda 2063. Unverzichtbar dafür sind Verbesserungen hin zu guter Regierungsführung, der Kampf gegen Korruption und die Achtung der Menschenrechte."

Am heutigen Sonntag kehrt der Bundesentwicklungsminister von seiner Reise nach Washington zurück.

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