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UNICEF

Kürzungen bei Schulprogrammen in Jordanien: Minister Gerd Müller mahnt Weltgemeinschaft zu Unterstützung

BMZ stellt weitere Mittel zur Verfügung – andere Länder müssen sich beteiligen


Ein von UNICEF gefördertes Lernzentrum für syrische Geflüchtete im Stadtteil Baquaa in Amman, Jordanien

07.09.2018 |

Wegen zu geringer internationaler Unterstützung muss UNICEF in Jordanien jetzt mehrere seiner Bildungsprogramme kürzen. Angesichts der drohenden Kürzungen ruft Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die internationale Gemeinschaft zur stärkeren Unterstützung auf:

"Kinder sind die Zukunft – und ohne Bildung nehmen wir ihnen ihre Zukunft. Kinder brauchen Schulen und sichere Zentren, wo sie lernen, spielen und sich entwickeln können. Denn sie leiden am schlimmsten unter der Tragödie, die sich seit Jahren in Syrien und seinen Nachbarländern abspielt. Es kann nicht sein, dass die Weltgemeinschaft es nicht schafft, diesen Kindern und Jugendlichen ein Minimum an Unterstützung zu gewährleisten."

Rund 100 der von UNICEF unterstützten Kinder- und Jugendzentren in Jordanien müssen voraussichtlich geschlossen werden. 60.000 Mädchen und Jungen sind davon betroffen.

Bundesminister Müller: "Wir stellen UNICEF in Jordanien jetzt zusätzlich 13,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dutzende Kinder- und Jugendzentren können so ausgestattet und weiterbetrieben werden. Doch trotz unserer erneuten Zusage fehlen aktuell fast 9 Millionen Dollar. Diese Lücke muss geschlossen werden. Und da müssen sich jetzt endlich auch andere Länder beteiligen!"

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Geber von UNICEF in Jordanien. Seit 2015 hat das Entwicklungsministerium UNICEF rund 43 Millionen Euro zugesagt. Damit finanzieren wir Lehrergehälter, bauen Schulen und schaffen Angebote für traumatisierte Kinder. Rund 130.000 syrische Kinder konnten so bereits zur Schule gehen.

Auch im gesamten Krisenbogen um Syrien ist Deutschland seit Jahren einer der wichtigsten Unterstützern von UNICEF. Mit deutscher Unterstützung wurden in den Nachbarländern Syriens rund eine Million Kinder seit Beginn der Krise eingeschult.

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