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Menschenrechte

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zum Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen: Wir dürfen nicht wegschauen

In einem Krankenhaus in Goma in der Demokratischen Republik Kongo wird eine Frau nach einer Vergewaltigung behandelt.

23.11.2018 |

Weltweit sind bis zu 70 Prozent aller Frauen von Gewalt betroffen. Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erklärt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

"Es ist erschreckend, dass weltweit 120 Millionen Minderjährige sexualisierte Gewalt durch einen Partner oder ein Familienmitglied erfahren haben. Besonders abscheulich ist, dass sexualisierte Gewalt in Kriegsgebieten gezielt als Waffe eingesetzt wird. Die Jesidinnen im Irak wurden vom IS entführt, vergewaltigt und mussten so unermessliches Leid erfahren. Für ihren engagierten Einsatz für die Opfer des IS wurde Nadia Murad zurecht mit dem Friedensnobelpreis in diesem Jahr ausgezeichnet. Sie ist eine starke Symbolfigur, die Hoffnung macht. Wir dürfen diese Opfer nicht allein lassen. Die Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden. Deswegen setzen wir auf Stärkung der Justizsysteme, bessere Betreuung der Opfer durch medizinische Hilfe, Traumabehandlung und Rechtsberatung. Denn Prävention und die Stärkung von Mädchen durch bessere Bildung und Berufsmöglichkeiten sind die wichtigsten Mittel, um Gewalt an Frauen zu verhindern."

Im Irak unterstützt das Bundesentwicklungsministerium beispielsweise die rechtssichere Dokumentation der Verbrechen gegen die Jesidinnen und Jesiden. In Sierra Leone werden lokale Organisationen bei der Prävention von Kinderehen und weiblicher Genitalverstümmelung unterstützt. Mit der Initiative "eSkills4Girls" fördert das Bundesentwicklungsministerium die digitale Bildung von Mädchen und Frauen.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird seit 1960 jedes Jahr begangen. Die Vereinten Nationen riefen den Jahrestag nach der Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik aus, um insbesondere staatliche Akteure an ihre Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu erinnern.

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