Hauptinhalt

Vorbeugen ist besser

Studie bestätigt Rolle der Entwicklungszusammenarbeit in der Konfliktprävention

Übergabe der Studie "Pathways for Peace". Von links nach rechts: Roselyn Akombe, Chief, Policy and Guidance, UN Department of Political Affairs (DPA); Alexandre Marc, Chief Specialist, Fragility, Conflict and Violence, World Bank; Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Jago Salmon, Advisor UN/WB Partnership on Fragile and Conflict-Affected Situations, UN Peacebuilding Support Office (PBSO)

23.03.2018 |

Berlin – Langfristig angelegte Krisenprävention zahlt sich aus: Sie schützt Entwicklungserfolge und ist deutlich kostengünstiger als ein Intervenieren nach Ausbruch eines gewaltsamen Konflikts. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue gemeinsame Studie von Weltbank und Vereinten Nationen, die heute im BMZ symbolisch an die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth übergeben wurde.

Dr. Maria Flachsbarth: "Wir sehen uns bestärkt in unserem Ansatz, möglichst frühzeitig strukturelle Ursachen von Fragilität zu beseitigen. Die Entwicklungszusammenarbeit ist mit ihren Beiträgen zur Schaffung von Jobs, Bekämpfung von Ausgrenzung und Ungleichheit, guter Regierungsführung, nationaler Aussöhnung und Umsetzung von Friedensabkommen besonders gefragt." Das BMZ investiert mittlerweile mehr als zwei Milliarden Euro jährlich in das Themenfeld zivile Konfliktlösung, Krisenprävention und Friedensförderung.

Vorgestellt wurde die Studie "Pathways for Peace: Inclusive Approaches to Preventing Violent Conflict” jetzt von einem Team von Weltbank und Vereinten Nationen in Berlin. Die Studie zeigt, dass gewaltsame Konflikte wieder zunehmen: Die Zahl terroristisch motivierter Ereignisse und die Höhe der Militärausgaben haben historische Höchststände erreicht. Die Zahl der zivilen Opfer hat sich seit 2010 verdoppelt, ebenso die Zahl der Flüchtlinge, die zum Großteil durch Gewalt vertrieben wurden.

Um ein Abgleiten von Gesellschaften in Krisen und gewalttätige Konflikte zu vermeiden, müssen Investitionen in inklusive und nachhaltige Entwicklung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gestärkt werden. Die Studie identifiziert gesellschaftliche Schlüsselbereiche, auf die der Fokus gelegt werden muss: Zugang zu Justiz und Sicherheit, Zugang zu politischer Macht, Zugang zu Land und natürlichen Rohstoffen sowie Zugang zu Basisdienstleistungen.

Das Bundesentwicklungsministerium und das Auswärtige Amt haben die Erstellung der Studie unterstützt und die Empfehlungen und Umsetzungsherausforderungen gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Ministerien diskutiert.

Die Zusammenarbeit von Weltbank und Vereinten Nationen für die Studie ist in dieser Form eine Premiere und spiegelt die Wichtigkeit des Themas Prävention für beiden Institutionen wider: Die Weltbank verdoppelte zuletzt ihr Budget für fragile Staaten und UN-Generalsekretär Guterres hat Prävention als Leitthema gesetzt.

Kurzlink zu dieser Meldung



 

Kommentar schreiben

Wir bitten um Verständnis dafür, dass Ihre Kommentare aus technischen Gründen zeitlich verzögert online erscheinen. Bitte beachten Sie zudem unsere Netiquette.

* Diese Felder sind Pflichtangaben



Weitere Informationen

BMZ-Presseservice

Journalistinnen und Journalisten können sich hier in den BMZ-Presseverteiler aufnehmen lassen.

Informationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen