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Treffen der G7-Entwicklungsminister

Staatssekretärin Flachsbarth: "G7-Treffen in Kanada gibt wichtige entwicklungspolitische Impulse"

Gruppenfoto vom Treffen der G7-Entwicklungsminister in Kanada

05.06.2018 |

Berlin – Die Parlamentarische Entwicklungs-Staatssekretärin, Dr. Maria Flachsbarth, hat ein positives Fazit vom Treffen der G7-Entwicklungsminister in Kanada gezogen: "Klimawandel, Epidemien, Finanzkrisen – viele Herausforderungen können wir nur gemeinsam lösen. Deswegen brauchen wir nicht weniger, sondern mehr internationale Kooperation. Die G7 sind und bleiben hierfür ein wichtiges Forum! Fairer und freier Handel braucht gemeinsame Regeln, Klimaschutz gemeinsame Zielvorgaben, Epidemien schnelle und international abgestimmte Reaktionsmechanismen."

Die Entwicklungsminister der sieben größten Industrieländer tagten vom 31. Mai bis 2. Juni im kanadischen Whistler. Dabei tauschten sie sich unter anderem darüber aus, wie Mädchen und junge Frauen gezielt unterstützt werden können, beispielsweise in den Bereichen Bildung, wirtschaftliche und politische Teilhabe. Frauenförderung ist ein zentraler Schlüssel, um die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen und damit auch Priorität der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Eine internationale Studie kam zu dem Ergebnis, dass durch Geschlechtergerechtigkeit das weltweite Bruttoinlandsprodukt innerhalb von zehn Jahren um zwölf Billionen US-Dollar steigen könnte.

Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens waren die Versicherungsmöglichkeiten gegen Extremwetterereignisse, für die sich gerade auch Deutschland seit mehreren Jahren stark macht:

"Dürren, Wirbelstürme oder Überschwemmungen können ganze Länder in ihrer Entwicklung um Jahre zurückwerfen. Daher haben wir während der deutschen G7-Präsidentschaft 2015 beschlossen, Klimarisikoversicherungen massiv auszubauen. Ich freue mich, dass auch die kanadische G7-Präsidentschaft dieses innovative Instrument weiter unterstützen wird", so Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Klimarisikoversicherungen verteilen Risiken und Kosten von Extremwetterereignissen, die durch den Klimawandel häufiger und intensiver auftreten, auf möglichst viele Schultern. Die Höhe der Versicherungsleistung ergibt sich aus gemessenen Wetterparametern, wie Windgeschwindigkeit oder Niederschlagsmenge. Da langwierige Schadenserhebungen somit nicht notwendig sind, werden die Versicherungsleistungen sehr schnell an die Versicherungsnehmer ausgezahlt. So können Ernteausfälle zum Beispiel durch Lebensmittelkäufe kompensiert werden.

Während der deutschen G7-Präsidentschaft 2015 hatten die Staats- und Regierungschefs der G7 auf ihrem Gipfel in Elmau den Ausbau von Klimarisikoversicherungen vorangetrieben und beschlossen, bis 2020 zusätzlich 400 Millionen armen und verwundbaren Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu Versicherungsschutz gegen Klimarisiken zu ermöglichen.

Auf der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn wurde die G7-Initiative zu einer globalen Partnerschaft ausgeweitet und umfasst seitdem auch die Weltbank und Entwicklungsländer. Für den Ausbau von Klimarisikofinanzierung, einschließlich Versicherungslösungen, hat die Bundesregierung seit 2015 388 Millionen Euro bereitgestellt.

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