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4. BMZ-Zukunftsforum

Entwicklungsminister Müller fordert neues Wachstumsmodell

Die Teilnehmer des vierten Zukunftsforums (von links): Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D. und ehemaliger Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen; Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand, World Wide Fund for Nature Deutschland; Bundesminister Dr. Gerd Müller; Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender, Otto Group und Mitbegründer, Stiftung 2 Grad; Dr. Karin Kemper, Leitende Direktorin Umwelt und natürliche Ressourcen, Weltbank

05.06.2018 |

Zum Weltumwelttag hat Entwicklungsminister Müller das vierte BMZ-Zukunftsforum "Globalisierung gerecht gestalten" eröffnet. Unter dem Motto "Das Kapital der Natur! Unser Wohlstand – unsere Verantwortung" gingen die Teilnehmer aus Bundespolitik, Unternehmen und Zivilgesellschaft der Frage nach, wie wir die Welt von morgen gestalten können, ohne dabei die natürlichen Grenzen unseres Planeten zu überschreiten.

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller warb in seiner Rede für ein Umdenken: Die Folgen unserer Lebensweise für Natur und Umwelt müssten in die wirtschaftliche Gesamtrechnung einfließen: "Ein neues Wachstumsmodell ist nötig, und das heißt vor allem: Ehrlich rechnen! Wirtschaft und Konsum verursachen Umweltschäden in Billionenhöhe, die man berechnen könnte: Krankheitskosten durch Abgase, Verluste von Wäldern, Böden, Artenvielfalt, das alles taucht auf keinem Preisschild auf. Aber: Naturverbrauch darf nicht gratis sein. Und gerade wir müssen eintreten für den Schutz globaler Güter, denn Natur hat einen Wert!"

Deutschland müsse daher Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft sein, so argumentierte auch Gastredner Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D. und ehemaliger Leiter des UN-Umweltprogramms: "Ich bekenne mich dazu, dass eine Nation wie Deutschland, in guter, sogar sehr guter ökonomischer Verfassung, in einer langjährigen Tradition im wissenschaftlich-technischen Bereich, nicht fragen darf: Machen das die anderen auch? Sondern dass sie vorangehen muss und dann sehen, dass die anderen das auch machen! Machen wir hier eine Kreislaufgesellschaft, die sich zeigen lässt! Und gehen wir in diese Kreislaufgesellschaft mit der Verantwortung hinein, die ein solches Land, wie wir es sind, übernehmen muss."

Bundesminister Gerd Müller im Gespräch mit dem Künstler Leon Löwentraut bei der Eröffnung der Ausstellung #Art4GlobalGoals

Im Anschluss eröffnete Entwicklungsminister Müller gemeinsam mit UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven und dem Künstler Leon Löwentraut die Ausstellung #Art4GlobalGoals. Die Ausstellung bildet den Auftakt für die von Ohoven initiierte gleichnamige Kampagne, für die Minister Müller die Schirmherrschaft übernommen hat. Der 20-jährige, international erfolgreiche Maler Löwentraut hat dafür die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 beschlossenen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Bildern künstlerisch interpretiert. #Art4GlobalGoals soll dazu beitragen, diese Ziele einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und zugänglich zu machen und zu eigenem Engagement zu ermutigen.


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