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InsuResilience-Initiative

Staatssekretär wirbt bei internationalen Versicherern um weitere Unterstützung für Klimarisikoversicherung


Staatssekretär Martin Jäger beim Global Insurance Forum

09.07.2018 |

Berlin – Entwicklungs-Staatssekretär Martin Jäger hat beim Global Insurance Forum in Berlin für eine stärkere Beteiligung der internationalen Versicherungswirtschaft an Klimarisikoversicherungen geworben.

Martin Jäger: "Extreme Wetterereignisse können gerade ärmere Länder in ihrer Entwicklung um Jahre zurückwerfen. Versicherungen können helfen, diese Klimarisiken einzudämmen. Um den Versicherungsschutz für Entwicklungsländer auszubauen, brauchen wir das Engagement der Versicherungswirtschaft. Es freut mich, dass Versicherungen nicht nur Kapital, sondern auch Expertise einbringen. So können wir passgenaue Versicherungslösungen für Entwicklungsländer entwickeln."

Mit dem InsuResilience Investment Fund hat das Bundesentwicklungsministerium einen Fonds eingerichtet, der den Auf- und Ausbau von Klimaversicherungen in armen und besonders verwundbaren Ländern unterstützt. Drei Investoren aus der Versicherungsbranche beteiligen sich bereits mit 30 Millionen US-Dollar am Fonds. Mit Unterstützung des Fonds konnte unter anderem eine lokale Bank in Peru ihr Versicherungsportfolio ausbauen. Nach einer extremen Wetterlage mit Starkregen zahlte diese Bank Anfang 2017 Versicherungsleistungen an 1.000 peruanische Kleinbauern aus. In Indien unterstützt der Fonds die Bereitstellung von Wetterdaten und trägt so zur Ausweitung des nationalen Agrarversicherungssystems für besonders bedürftige Menschen bei.

Deutschland gilt als Vorreiter bei der Entwicklung von Klimarisikoversicherungen. Unter deutscher Präsidentschaft haben die G7 2015 die InsuResilience-Initiative ins Leben gerufen, die bis 2020 weitere 400 Millionen arme Menschen gegen Klimarisiken versichern soll. Bei der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn wurde die Initiative in eine Globale Partnerschaft überführt und damit für weitere, auch internationale, Mitglieder geöffnet. Mittlerweile beteiligen sich 47 Akteure – von den G20 und der Gruppe der vulnerablen Entwicklungsländer bis zur Weltbank und Vertretern aus Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Die Globale Partnerschaft unterstützt etwa in Südamerika und der Karibik die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Klimarisikoversicherungen, fördert aber auch lokale Versicherungen. So konnten beispielsweise in Pakistan 850.000 Bauern gegen Klimarisiken versichert werden.

Das Global Insurance Forum versammelt jährlich über 500 Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Versicherungswirtschaft.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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