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Gesundheitssysteme stärken

Entwicklungsminister Müller: Deutsche Experten nach Benin aufgebrochen – drohender Ausbruch von Lassafieber


Blutproben werden für eine Laboruntersuchung vorbereitet.

Pressemitteilung vom 09.02.2018 |

Berlin – Ein schnelles Einsatzteam deutscher Gesundheitsexperten ist heute nach Benin aufgebrochen, um das Land beim Kampf gegen einen befürchteten schweren Ausbruch des Lassafiebers zu unterstützen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Vor vier Jahren hat die Ebola-Epidemie in Westafrika tausende Menschenleben gekostet und die wirtschaftliche Entwicklung um Jahre zurückgeworfen. Die internationale Gemeinschaft war damals nicht ausreichend vorbereitet. Daraus haben wir gelernt und eine schnell einsetzbare Expertengruppe geschaffen. Damit können wir Entwicklungsländer jederzeit unterstützen, Epidemien wie das Lassafieber früh zu erkennen und sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten."

In diesem Jahr sind im Benin bereits mehr Fälle von Lassafieber aufgetreten, als im gesamten Vorjahr. Die dortigen Gesundheitsbehörden bereiten sich auf einen schweren Ausbruch vor. Die Sterblichkeit beim Lassafieber ist hoch, bei schwangeren Frauen liegt sie bei bis zu 50 Prozent. Gegen das Lassafieber existiert bislang keine Schutzimpfung. Erkrankte müssen strikt in Isolierstationen von Krankenhäusern behandelt werden. Eine schnelle Diagnostik vor Ort ist extrem wichtig.

Im Benin baut das Einsatzteam des Bundesentwicklungsministeriums daher unter anderem im nationalen Zentrallabor die Diagnostik für Lassafieber auf.

Nach den Erfahrungen der Ebola-Krise hatte das Bundesentwicklungsministerium eine "Schnell einsetzbare Expertengruppe bei Gesundheitsgefährdungen" gegründet, die aus ständig abrufbereiten Experten der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, dem Robert Koch-Institut und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin besteht.

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