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70 Jahre Menschenrechtserklärung

Entwicklungsminister Müller: "Menschenrechte müssen täglich erkämpft werden – auch Unternehmen stehen in der Pflicht"

Frauen und Kinder, Binnenflüchtlinge in Kenia, stehen hinter einem Drahtzaun und warten auf Nahrungsmittelhilfe.

Pressemitteilung vom 07.12.2018 |

Berlin – Am Montag vor 70 Jahren haben die Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Jedem Menschen auf dieser Erde – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status – sind damit grundlegende Rechte und Freiheiten zugesichert.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Der Kampf um die Menschenrechte ist auch nach 70 Jahren noch nicht gewonnen. Wir müssen sie jeden Tag aufs Neue erkämpfen: Kinderrechte, Frauenrechte, Arbeitsrechte, überall auf der Welt. Jeder Mensch hat Anspruch auf ein Leben in Würde, Freiheit und Sicherheit. Deswegen können wir es nicht akzeptieren, dass immer noch 150 Millionen Kinder Opfer ausbeuterischer Kinderarbeit sind und nicht zur Schule gehen können, dass 25 Millionen Menschen in Sklaverei gehalten werden, dass jede dritte Frau auf der Welt während ihres Lebens körperliche Gewalt erfährt."

"Wir müssen heute mehr denn je für die Menschenrechte einstehen. Auch Unternehmen müssen die Einhaltung sicherstellen, bei sich und in ihren weltweiten Lieferketten. Hier muss mehr passieren, vor allem gegen Kinderarbeit und ausbeuterische Löhne. Sollte die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen nicht ausreichen, muss der Gesetzgeber handeln. Das gilt auch für Handelsverträge. Jede Ware, die nach Europa importiert wird, muss garantiert frei von ausbeuterischer Kinderarbeit und Sklaverei sein, ob Schokolade, Kaffee oder Textilprodukte", so Minister Müller.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat in der vergangenen Woche zusammen mit dem Außen-, Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsminister 7.000 deutsche Unternehmen angeschrieben, um für die Mitwirkung bei der Überprüfung des Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) zu werben. So soll überprüft werden, ob bis zum Jahr 2020 mindestens die Hälfte aller deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten die Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt nachweislich in ihre Unternehmensprozesse integriert hat.

Zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gehören unter anderem das Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels, das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, das Recht auf Bildung, die Religionsfreiheit und die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit.

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