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Irakreise

Rückkehr von Flüchtlingen aus Deutschland: Bundesregierung und Irak vereinbaren enge Zusammenarbeit


Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) von links nach rechts: Martha Guetierrez (GIZ), Abdul-Kareem Abdullah Schallal (stellvertretender irakischer Minister für Arbeit und Soziales), Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Gerard Waite (Landesdirektor IOM Irak)

Pressemitteilung vom 22.04.2018 |

Deutschland verstärkt seine Zusammenarbeit mit dem Irak bei der Rückkehr und Reintegration von Flüchtlingen. Das vereinbarte Minister Müller in Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Kabinetts, Minister al-Allak, sowie mit Parlamentspräsident Jabouri heute in Bagdad.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Wir haben mit der irakischen Regierung eine enge Zusammenarbeit beschlossen, um die Rückkehr und den Neuanfang irakischer Flüchtlinge zu fördern, die in Deutschland keine Bleibeperspektive haben. Ziel ist es, bis zu 10.000 Iraker aus Deutschland zu unterstützen, damit sie wieder Fuß fassen und sich etwas Neues aufbauen können. Denn niemand soll als 'Verlierer' in seine Heimat zurückkehren müssen. Dazu schaffen wir Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote und setzen dazu auf eine enge Partnerschaft mit den irakischen Behörden und der Wirtschaft."

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller unterzeichnete in Bagdad eine Kooperationsvereinbarung mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Beisein des irakischen Arbeitsministeriums.

"Ich habe die irakische Regierung auch aufgefordert, die Reformen für ein besseres Investitionsklima konsequent weiterzuführen. Denn neue Jobs schafft nur die Wirtschaft. Mir kommt es darauf an, auch die deutsche Wirtschaft in den Wiederaufbau einzubeziehen. Die Firma Knauf hat zum Beispiel ein Ausbildungszentrum in Bagdad. Solches Engagement müssen wir vervielfachen", so Minister Müller.

Zudem vereinbarte Minister Müller mit der irakischen Regierung, zwei Migrationsberatungszentren in dem Land zu gründen. In Erbil in der Region Kurdistan-Irak wird Minister Müller am Nachmittag das erste dieser Beratungszentren im Irak eröffnen. Ein weiteres ist in Bagdad geplant.
Die Zentren sind Teil des BMZ-Rückkehrerprogramms "Perspektive Heimat". Damit werden Existenzgründungen und Qualifizierungen angeboten sowie die Jobvermittlungen in den Privatsektor gefördert.

Das Zentrum hilft so Rückkehrern und Binnenvertriebenen im Irak, wieder eine Perspektive zu finden. Es arbeitet dabei eng mit der lokalen Wirtschaft, den irakischen Arbeitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen und der IOM zusammen. Außerdem klärt das Zentrum über die Gefahren irregulärer Migration auf.

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