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Preisverleihung

Köln ist Hauptstadt des Fairen Handels 2017


Die Preisträger des Wettbewerbs "Hauptstadt des Fairen Handels 2017"

14.09.2017 |

Bonn/Saarbrücken – Die Stadt Köln darf sich ab sofort "Hauptstadt des Fairen Handels 2017" nennen und das dazugehörige Signet für ihr Stadtmarketing verwenden. Köln ist damit die einwohnergrößte Stadt, die den Wettbewerb gewinnt und für ihr Engagement im Bereich des Fairen Handels nun auch sichtbar ausgezeichnet ist.

Bemerkenswert sind nach 15 Jahren dieses Wettbewerbs die Kreativität, die innovativen Ideen und das konstant hohe Niveau der Projekte bei Bewerbern und Preisträgern. "Der Faire Handel lebt vom Mitmachen – jeder Beitrag zählt. Mit Fairem Handel können wir die größten Entwicklungssprünge auslösen. Auch wenn wir nur eine Kommune zur Hauptstadt des Fairen Handels küren: Mit diesem Wettbewerb wollen wir alle auszeichnen, die sich in diesem Bereich stark machen. Denn hier zeigt sich, dass Städte und Gemeinden einen unverzichtbaren Beitrag zur kommunalen Entwicklungspolitik leisten – den wir weiter stärken werden", so Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr des Wettbewerbs.

Die Sieger und ihr Preisgeld

1. Platz: Stadt Köln (60.000 Euro)

2. Platz: Stadt Neumarkt in der Oberpfalz (50.000 Euro)

3. Platz: Stadt Dortmund (35.000 Euro) und Stadt Mainz (35.000 Euro)

4. Platz: Stadt Trier (20.000 Euro)

Weitere Sonderpreise – mit je 10.000 Euro dotiert – gehen für gelungene Einzelprojekte an Hagen im Bremischen, Karlsruhe, Nürnberg, Roßtal und Wesel.

2017 bewarben sich 100 Kommunen – so viele wie noch nie – mit 905 Projekten. Die Jury hatte intensiv und auf Basis der Kriterien, die bereits 2003 erarbeitet worden waren, um die Platzierungen gerungen.

"Wieder waren alle Beiträge ein Zeichen für die kooperativen und kreativen Ideen in den Städten und Gemeinden Deutschlands zur Stärkung des Fairen Handels. In diesem Jahr wogen alle Bewerbungen schwer und auf einer Waage 125 Kilogramm", so Michael Marwede von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen, die den Wettbewerb im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt.

Zum Sieger Köln (Nordrhein-Westfalen; 1,08 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner)

Die Stadt Köln hat sich zum zweiten Mal nach 2009 bei diesem Wettbewerb beworben.

Die Energie und Innovationskraft, die in den letzten Jahren freigesetzt wurde, hat eine Vielzahl und Vielfalt an Projekten entstehen lassen, die ohne Einschränkung überzeugen. Endlich gibt es auch eine Stadtspitze, die entschlossen hinter dem Thema steht.

Es sind viele Ideen umgesetzt worden, die in die Breite wirken und neue Zielgruppen ansprechen. Erwähnenswert sind zum Beispiel die "Fair Trade Night", die öffentliche Ausschreibung der Weihnachtsmärkte für faire und biologische Produkte, Aktivitäten zur öffentlichen Wahrnehmung und strukturelle Maßnahmen.

Die unterschiedlichsten Aktivitäten sowie die Breite der angesprochenen Zielgruppen und einbezogenen Projektpartner sind insgesamt beeindruckend. Denn Köln ist seit 2010 mit viel Entschlossenheit und ausschließlich neuen Projekten einen großen Schritt vorangegangen und hat dadurch ein deutliches Signal gesetzt: Eine Millionenstadt kann, trotz der großen Herausforderungen und den zu bespielenden Themen, trotz auch vieler aktueller Probleme und schwacher Kassen, die Aktivitäten für den Fairen Handel zu einem starken Gesamtkonzept bündeln und breites Engagement und neue Ideen unterstützen.

Juryvorsitzender war Axel Welge, Deutscher Städtetag.

Finanzierung

Den Wettbewerb hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung getragen. Die Preisverleihung 2017 unterstützte die Landeshauptstadt Saarbrücken.

Perspektiven

Auf Empfehlung der Jury plant Engagement Global, den Wettbewerb 2019 zu wiederholen.

Alle Bewerber- und Preisträgerkommunen werden 2018 an Erfahrungsaustauschen (zwei Termine, je zwei Tage) teilnehmen, die die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchführt. Diese Teilnahme hat jeder Bewerber gewonnen, alle Kosten werden übernommen.

Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer bei Engagement Global, freut sich: "Mit dem Wettbewerb 'Hauptstadt des Fairen Handels' zeigt sich die Stärke des Programms der Servicestelle: Motivation und Anerkennung für alle lokalen Akteure zu bieten und aufzuzeigen, was geht! Denn hier kamen wieder 905 bereits realisierte Projekte zusammen. Städte und Gemeinden spielen eine gewichtige Rolle in der Förderung des Fairen Handels. Das wird so weitergehen."

Dokumentation

Der achte Durchlauf (nach 2003) hatte mit der Auslobung am 16. Januar 2017 begonnen, die Bewerbungsfrist am 14. Juli 2017 geendet.

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