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Weltbank-Tagung

Diskussion um Kapitalerhöhung, Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel


Eröffnungspressekonferenz der Jahrestagung von IWF und Weltbank 2017

Pressemitteilung vom 13.10.2017 |

Washington, D.C./Berlin – Wie kann die Weltbank beitragen im Kampf gegen Klimawandel, Krisen und Konflikte? Diese Frage steht im Mittelpunkt der diesjährigen Weltbank-Jahrestagung vom 13. bis zum 15. Oktober in Washington, D.C. Multilaterale Entwicklungsfinanzierer wie die Weltbank sind zentrale Akteure bei der Bewältigung dieser globalen Herausforderungen, die nicht an Grenzen haltmachen. Eine mögliche Kapitalerhöhung ist dabei eines der zentralen Elemente, um die Handlungsfähigkeit der Organisation zu stärken.

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, vertritt die Bundesregierung bei der Tagung: "Die Globalisierung lässt sich nicht abstellen, sie erfordert politische Gestaltung. Eine Abkehr von multilateraler Zusammenarbeit hätte fatale Folgen. Investieren wir jetzt nicht in die Bekämpfung der Armut und des Klimawandels, werden die Krisen in Zukunft noch drastischer ausfallen. Die Weltbank muss handlungsfähig bleiben – dafür braucht sie mehr Kapital", so Thomas Silberhorn.

Ziel der Bundesregierung ist eine Vereinbarung zu einem klaren und verbindlichen Fahrplan für die Kapitalstärkung. 2015 hatten die Gouverneure der Weltbank ein anspruchsvolles Programm vereinbart, um die Institution fit für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele und des Pariser Klimaabkommens zu machen. Wegen des aktuellen Niedrigzinsumfelds muss die Weltbank ihre Aktivitäten auf Basis ihrer derzeitigen Kapitalausstattung aber kürzen, statt sie zu steigern. Deshalb setzt sich Deutschland für eine Kapitalerhöhung ein, denn die weltweiten Herausforderungen – gerade auch im Klimabereich – nehmen noch zu.

Jüngstes Beispiel dafür sind die Stürme und Fluten in Südasien, der Karibik und den USA. Die Folgen des Klimawandels treffen uns immer härter und immer häufiger. Gerade in den Entwicklungsländern haben die Menschen nicht die Mittel, sich dagegen zu schützen. Zur besseren Absicherung von armen und verwundbaren Menschen gegen Klimafolgen wie Wirbelstürme und Überschwemmungen baut Deutschland zusammen mit der Weltbank seine Arbeit weiter aus. Mit der auf dem G7-Gipfel in Elmau gegründeten Initiative zu Klimarisikoversicherungen "InsuResilience" setzt das Bundesentwicklungsministerium bereits über 70 Millionen Euro mit der Weltbank um: Damit werden Klimaversicherungen für Entwicklungsländer ausgebaut und weltweit für Unternehmen und arme Haushalte entwickelt.

Hintergrund: Deutschland ist als viertgrößter Anteilseigner an der Weltbank mit einem Kapitalanteil von 4,1 Prozent mit einem eigenen ständigen Sitz im Exekutivrat der Institution vertreten. Die Bundesregierung baut ihre internationale Klimafinanzierung signifikant aus. Allein im letzten Jahr hat Deutschland aus Haushaltsmitteln rund 3,4 Milliarden Euro in internationale Klimaprojekte und -programme investiert.

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