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Umwelt- und Sozialstandards

Textilbündnis weiter auf Kurs


Näherinnen in der Textilproduktion JayJay Textiles in Äthiopien

11.10.2017 |

Berlin – Am 11. Oktober 2017 fand die 3. Mitgliederversammlung des Bündnisses für nachhaltige Textilien statt. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter von Textilverbänden, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Standardorganisationen berieten sich darüber, wie sie die Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten der Textilindustrie stärken können.

Im Jahr 2017 konnte das Textilbündnis wichtige Meilensteine erreichen: Die Mitglieder haben 129 individuelle Aktionspläne mit über 1.500 konkreten Nachhaltigkeitsmaßnahmen vereinbart. Zudem haben Bündnismitglieder mit der Umsetzung von drei übergreifenden Bündnisinitiativen begonnen. So wurde ein Prozess angestoßen, der die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie im Bundesstaat Tamil Nadu in Indien für insgesamt 500.000 Textilbeschäftigte, vor allem Frauen und Mädchen, in Spinnereien verbessern soll.

Die Initiative wird vom Bundesentwicklungsministerium, Femnet, Transfair sowie von den Unternehmen Otto, KiK, Tchibo, Hugo Boss, Brands Fashion, 3Freunde und Melawear unterstützt.

Eine zweite Initiative wird getragen von der Bundesregierung, Aldi Nord, Aldi Süd, BTE, BSI, Deuter, EDEKA, Hej Support, KiK, Otto Group, REWE Group, Sympatex, Tchibo und ZDHC – einer Vereinigung von Textil- und Schuh-Herstellern, die Schadstoffe völlig aus ihrer Produktion verbannen wollen: Sie soll nachhaltiges Umwelt- und Chemikalienmanagement im Textilsektor in Asien stärken.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn begrüßte, dass die Mitglieder einen Wandel in der Textilbranche in Gang setzen. "Wir müssen von der Betroffenheit über Missstände zu konkreten Verbesserungen kommen."

In vier Workshops zu den Themen Sorgfaltspflichten, Transparenz in Lieferketten, Berufsbildung und Korruptionsprävention tauschten die Mitglieder Erfahrungen und Know-how aus.

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