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Ausbau der Zusammenarbeit

Gerd Müller: Marshallplan muss Grundlage einer neuen Afrika-Offensive werden


Auszubildende in Ruanda

Pressemitteilung vom 28.11.2017 |

Berlin – "Europas Schicksal und Zukunft entscheidet sich auf dem afrikanischen Kontinent", so Entwicklungsminister Gerd Müller. "Der EU-Afrika-Gipfel muss neue Schwerpunkte zum Ausbau der Beziehungen zwischen beiden Kontinenten setzen. Die EU hat eine besondere Verantwortung: Wir können durch verstärktes und gemeinsames europäisches Handeln bis 2030 ein Afrika ohne Hunger und Epidemien schaffen. Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien und den Wald- und Meeresschutz in Afrika sind der effektivste Beitrag, um das Klima zu schützen und die Ressourcen des Planeten zu bewahren."

"Deutschland geht voran: Die Umsetzung des Marshallplans mit Afrikas Reformländern muss Grundlage einer neuen Afrika-Offensive werden. Erfolge im Kampf gegen Korruption und bei der Einhaltung der Menschenrechte sind dabei Voraussetzung für gute Zusammenarbeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unter deutscher G20-Präsidentschaft bereits den internationalen Rahmen gesetzt", so der deutsche Entwicklungsminister.

Müller kündigte an, den Ausbau der Reformpartnerschaften mit Tunesien, Ghana und Côte d’Ivoire sowie perspektivisch mit weiteren Maghreb-Staaten und Ägypten voranzutreiben.

"Die neue Regierung in Berlin ist aufgefordert, der Afrikapolitik einen höheren Stellenwert beizumessen. Notwendig ist eine Verstärkung der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit ebenso wie bessere Rahmenbedingungen für private Investitionen durch ein Entwicklungsinvestitionsgesetz. Steuerbetrug internationaler Unternehmen gilt es zu verhindern. Genauso wichtig sind faire Handelsbeziehungen und globale Mindeststandards auch für afrikanische Arbeitnehmer – ob in Minen oder auf Kakaoplantagen. Die EU hat hier eine Vorbildfunktion in den Beziehungen mit Afrika zu erfüllen", so Minister Müller.

In seiner Zusammenarbeit mit Afrika konzentriert sich das Entwicklungsministerium auf die Schaffung von Jobs, den Ausbau beruflicher Bildung und erneuerbarer Energien, sowie auf Landwirtschaft und Gesundheit.

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