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30 Jahre Montrealer Protokoll

Bundesregierung baut Unterstützung von Klima- und Ozonschutz in Entwicklungsländern aus


Blick auf die Erde

Pressemitteilung vom 25.11.2017 |

Berlin/Montreal – In der Nacht zum Samstag endete in Montreal, Kanada, die 11. Vertragsstaatenkonferenz des Wiener Übereinkommens zum Schutz der Ozonschicht und das 29. Treffen der Vertragsparteien des Montrealer Protokolls über ozonschichtschädigende Stoffe. Das Bundesentwicklungsministerium hat weitere 45 Millionen Euro zugesagt, um die Entwicklungsländer zu unterstützen, ihre Reduktionsbeiträge einzuhalten.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Klima- und Umweltschutz kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen: Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer. Das Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht ist ein eindrückliches Beispiel dafür, was die Staatengemeinschaft beim Umwelt- und Klimaschutz bewegen kann, wenn alle ihren Beitrag leisten. Deshalb unterstützen wir unsere Partnerländer dabei, ihren Treibhausgasausstoß weiter zu reduzieren und stellen auch die entsprechenden finanziellen Ressourcen bereit."

Gleichzeitig feierten die Vertragsstaaten in Montreal die Ratifikation der im vergangenen Jahr verabschiedeten "Kigali Amendment", der Erweiterung des Montrealer Protokolls auf Regelungen zur Reduktion klimaschädlicher fluorierter Treibhausgase. Diese Erweiterung war nötig geworden, da sich herausstellte, dass die anstelle von FCKW in Klimaanlagen und für Kältemittel verwendeten Ersatzstoffe (HFCs) zwar nicht mehr die Ozonschicht angreifen, dafür aber hochgradig klimaschädlich sind. Schrittweise soll die Reduktion dieser Ersatzstoffe nun in den kommenden Jahren gelingen.

Das Montrealer Protokoll

Seit 1987 schützen Industrie- und Entwicklungsländer gemeinsam unter dem Montrealer Protokoll die Ozonschicht. Das Protokoll regelt den Ausstieg aus den ozonschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und gilt als eines der erfolgreichsten Umweltabkommen. Schätzungen zufolge konnten durch den Schutz der Ozonschicht in Entwicklungsländern bis zu einer Million Hautkrebs- und Augenkrankheiten durch UV-Strahlung vermieden werden (Quelle: UN-Ozonsekretariat, Nairobi).

Engagement der deutschen Entwicklungspolitik

Die Nachfrage nach Klimaanlagen und Kältemitteln, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern, steigt rapide. Lebensmittel, Medikamente und Impfstoffe hängen von einer funktionierenden Kühlkette ab. Gleichzeitig ist der Kühlungssektor bereits heute für circa 15 Prozent des globalen Energieverbrauchs verantwortlich.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt seine Partnerländer unter anderem durch Beratungs- und Ausbildungsprogramme bei der Umstellung auf nachhaltige Kältetechnologien, die das Klima und die Ozonschicht schonen und Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent erreichen. Im Rahmen dieser Programme wurden bislang mehr als 100.000 Techniker in über 40 Entwicklungsländern trainiert.

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