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Frauenrechte stärken

Maria Furtwängler und Gerd Müller: Gewalt gegen Frauen und Mädchen verhindern


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Dr. Maria Furtwängler, Schauspielerin und Ärztin, bei der Konferenz "Gewalt gegen Frauen und Mädchen erfolgreich verhindern: Prävention im internationalen Kontext" im BMZ

Pressemitteilung vom 23.11.2017 |

Berlin – Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weltweit ein so altes wie erschreckend aktuelles Thema. Daran muss sich etwas ändern – und zwar international und mit ganz konkreten Projekten, fordern Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schauspielerin und Ärztin Dr. Maria Furtwängler, Ordensschwester Dr. Lea Ackermann sowie nationale und internationale Expertinnen und Experten im Vorfeld des Internationalen Tages zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November 2017.

"Gewalt gegen Frauen und Mädchen kennt viele Formen. Wir können keine von ihnen hinnehmen. Denn jede Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen verletzt nicht nur Menschenrechte, sondern nimmt Lebensperspektiven. Frauen zu stärken heißt, Gesellschaften zu stärken", so Bundesentwicklungsminister Müller bei der heutigen Veranstaltung "Gewalt gegen Frauen und Mädchen erfolgreich verhindern: Prävention im internationalen Kontext" im BMZ.

Anlässlich der Konferenz stellte Minister Müller einen 5-Punkte-Plan (PDF 175 KB) vor, mit dem die deutsche Entwicklungspolitik in ihren Partnerländern Gewalt gegen Frauen vorbeugen und Frauen besser schützen will. Dazu gehört die Unterstützung von Opfern, die juristische Verfolgung der Täter, die Stärkung der Chancengleichheit ebenso wie die Gewaltprävention. Deutschland will sich auch im internationalen Kontext noch entschiedener für die Stärkung von Frauenrechten einsetzen.

Dr. Maria Furtwängler stellte die Bedeutung der Medien in diesem Zusammenhang heraus: "Wir können Gewalt gegen Frauen und Mädchen nur dann wirksam verhindern, wenn wir Veränderungsprozesse in den Gesellschaften anstoßen. Dafür müssen wir gewaltlegitimierende Rollenzuschreibungen und die damit einhergehenden Diskriminierungen aus unseren Köpfen verbannen. Hier sind alle gefordert, jene, die diese Bilder herstellen und wir alle, die sie konsumieren". Die Schauspielerin betonte ebenfalls, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein globales Phänomen sei.

Dr. Lea Ackermann, Ordensschwester und Gründerin der Organisation "Solidarity with Women in Distress"

Dr. Lea Ackermann, Ordensschwester und Gründerin der Organisation "Solidarity with women in distress" appellierte: "Gemeinsam können wir es ändern, dass Menschen in der Prostitution wie Waren gehandelt und damit in einer modernen Form der Sklaverei ausgebeutet werden."

Das Entwicklungsministerium startet in Südafrika, Lesotho und Sambia zudem ein neues Projekt zur "Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika", für das zehn Millionen Euro vorgesehen sind.

Hintergrund

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weltweit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. Jede dritte Frau erfährt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. In manchen Regionen sind sogar bis zu 70 Prozent betroffen. Der 25. November erinnert jährlich daran und fordert Engagement, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen endlich zu überwinden. Prävention von Gewalt an Frauen und Mädchen ist daher eine zentrale Aufgabe deutscher Entwicklungszusammenarbeit.


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