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Weltklimakonferenz in Bonn

Deutschland setzt sich für besseren Schutz der Ozeane ein

Fischerboote am Strand von Nouakchott, Mauretanien

Pressemitteilung vom 15.11.2017 |

Bonn – Das Entwicklungsministerium (BMZ) stockt im Rahmen der Weltklimakonferenz in Bonn seinen Beitrag zum Blue Action Fund auf und verstärkt damit seine Anstrengungen für den weltweiten Meeresschutz. Mit zusätzlichen zwölf Millionen Euro für diesen Naturschutzfonds können zum Beispiel neue Meeresschutzgebiete in Entwicklungsländern ausgewiesen oder nachhaltige Kleinfischerei und nachhaltiger Tourismus gefördert werden.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Der Schutz der Meere ist eine Überlebensfrage der Menschheit. Ohne Meere ginge uns die Luft aus, denn sie produzieren die Hälfte des weltweit verfügbaren Sauerstoffs und speichern ein Viertel der globalen Kohlendioxid-Emissionen."

Insgesamt setzt das Entwicklungsministerium über 400 Millionen Euro für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere in Entwicklungsländern ein. Fidschi und andere kleine Inselstaaten hatten in Bonn die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert, Ozeane besser zu schützen. In künftigen Klimaverhandlungen sollen die Meere daher eine zentrale Rolle spielen.

Das Leben an Land hängt von gesunden Weltmeeren ab – dies gilt nicht nur für Inselstaaten. Doch der Klimawandel macht die Ozeane wärmer und saurer und schädigt damit das Leben im Meer. Mit den Korallen stirbt auch der Lebensraum wichtiger Fischbestände. Fischerei trägt in Entwicklungsländern zur Lebensgrundlage von 500 Millionen Menschen bei und versorgt die Menschen mit wertvoller Nahrung. Auch vom Meeresspiegelanstieg und den Wirbelstürmen, die wegen des Temperaturanstiegs immer heftiger werden, sind Inselstaaten wie Kiribati, Palau oder die Malediven besonders stark betroffen.

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