Hauptinhalt

Weltklimakonferenz in Bonn

Deutschland unterstützt Marokko bei Energiewende


Mitarbeiter der Solarkraftanlage in Ouarzazate, einem der zurzeit größten Solarkraftwerke der Welt
Bild vergrößerngallery2_1

Mitarbeiter der Solarkraftanlage in Ouarzazate, einem der zurzeit größten Solarkraftwerke der Welt

Pressemitteilung vom 15.11.2017 |

Bonn – Im Rahmen der Weltklimakonferenz hat Deutschland Marokko weitere Mittel für den Ausbau erneuerbarer Energien zugesagt. Marokko ist bereits heute Vorreiter einer afrikanischen Energiewende.

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Mit seiner ambitionierten Energiepolitik setzt Marokko ein Zeichen für den Klimaschutz und zeigt, dass sich Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft nicht ausschließen. Wir unterstützen das Land auf diesem Entwicklungspfad und bauen unsere Zusammenarbeit aus."

Deutschland unterstützt Marokko unter anderem dabei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern und den globalen Klimaschutz zu stärken. Im Rahmen der Weltklimakonferenz hat das Bundesentwicklungsministerium Marokko Finanzmittel in Höhe von 357 Millionen Euro zugesagt – ein Großteil davon in Form von Darlehen zu marktnahen Konditionen. Rund 90 Prozent der Mittel werden im Bereich Klima und Energie eingesetzt, etwa für den Ausbau der Solarenergie.

In diesem Bereich arbeiten Deutschland und Marokko bereits seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen: Mit deutscher Unterstützung und mit dem Know-how deutscher Unternehmen ist mit dem Solarkomplex "Ouarzazate" in der marokkanischen Wüste eines der größten Solarkraftwerke weltweit entstanden. Allein durch diesen Solarkomplex werden nach Fertigstellung über 1,3 Millionen Menschen mit grünem Strom versorgt und jedes Jahr 800.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden. Marokko verfolgt eine ambitionierte Energiepolitik: Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Stromerzeugung auf 42 Prozent erhöht werden. Bis 2030 soll der Anteil auf 52 Prozent steigen.

Kurzlink zu dieser Meldung

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen