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Ein Jahr NDC-Partnerschaft

Neue Mitglieder, mehr Geld für den Klimaschutz bei der COP23

Ein Jahr NDC-Partnerschaft: von links nach rechts: Thomas Silberhorn (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Dr. Nezha El Ouafi (Staatssekretärin für nachhaltige Entwicklung, Marokko), Dr. Barbara Hendricks (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) und die Moderatorin Jennifer Morgan (Greenpeace International)

14.11.2017 |

Bonn – Die globale NDC-Partnerschaft feiert auf der 23. Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn ihr einjähriges Bestehen und kann neue Mitglieder begrüßen: Die asiatische und die karibische Entwicklungsbank verkündeten ebenfalls ihren Beitritt zur NDC-Partnerschaft. Der fidschianische Premierminister und COP-Präsident Frank Bainimarama kündigte die Gründung einer regionalen Plattform zur NDC-Umsetzung im Pazifik ("Regional Pacific NDC Hub") im Rahmen der Partnerschaft an. Die NDC-Partnerschaft unterstützt Schwellen- und Entwicklungsländer dabei, die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens in nationale Klimapläne umzusetzen, sogenannte NDCs, Nationally Determined Contributions.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Am meisten haben die unter dem Klimawandel zu leiden, die sich am wenigsten wehren können. Deshalb unterstützen wir ganz besonders Entwicklungsländer, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht – zum Beispiel mit maßgeschneiderten Klima-Lösungen für jedes einzelne Land. Dafür bietet die NDC-Partnerschaft einen idealen Rahmen. Es ist fünf vor zwölf, und nur gemeinsam können wir das Weltklima retten."

Das Entwicklungsministerium stellt weitere 31 Millionen Euro für kurzfristige Unterstützung im Rahmen der NDC-Partnerschaft zur Verfügung, die über die Weltbank, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und das Sekretariat der Partnerschaft umgesetzt werden. Auch leistet das Entwicklungsministerium die Anschubfinanzierung für den NDC-Hub im Pazifik, zusammen unter anderem mit Großbritannien und Australien.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Die Umsetzung nationaler Klimaschutzprogramme fordert alle Staaten heraus. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gegenseitig unterstützen und uns eng darüber austauschen, was wir jeweils tun und wie wir unsere Ambitionen steigern können. Das Klimaschutzproblem lässt sich schließlich nur multilateral lösen. Das prägt den Geist der NDC-Partnerschaft."

Im Rahmen der NDC-Partnerschaft arbeiten Umwelt- und Entwicklungsressort eng zusammen. Industrieländer und multilaterale Institutionen unterstützen Schwellen- und Entwicklungsländer dabei, ihre Klimabeiträge zu erreichen und mit ihren nationalen Entwicklungszielen in Einklang zu bringen. Hierfür bringen sie den Zugang zu entsprechender Finanzierung und technischer Unterstützung voran. Auch engagieren sich die Mitglieder im Wissens- und Erfahrungsaustausch über Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen.

Seit Gründung der Partnerschaft vor einem Jahr hat sich die Anzahl der Mitglieder von 41 auf 77 fast verdoppelt, darunter sind 48 Entwicklungsländer und 16 Industrieländer sowie 13 internationale Organisationen. Die Bundesregierung richtet ihre gesamte Klimafinanzierung – 2016 allein 3,4 Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln – an den NDCs, den nationalen Klimaplänen der Partnerländer aus. Dies hilft den Partnerländern, ihre selbst gesteckten Klimaschutzziele bei Minderung und Anpassung an den Klimawandel zu erreichen.

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