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Flüchtlingskrise

Deutschland sagt Jordanien weitere Unterstützung zu


Ein Junge zapft im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari Wasser aus einem Tank.

Pressemitteilung vom 10.11.2017 |

Berlin – Jordanien ist wie wenige andere Länder durch die Folgen des Syrienkrieges belastet. Viele syrische Flüchtlinge haben in Jordanien Aufnahme gefunden, ein Großteil davon direkt in den Gemeinden. In manchen Dörfern leben so mehr Geflüchtete als Einheimische. In dieser schwierigen Lage kann sich das Land auch in Zukunft auf die Hilfe der Bundesregierung verlassen: Das Entwicklungsministerium (BMZ) unterstützt Jordanien in diesem Jahr mit insgesamt gut 450 Millionen Euro.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Die Jordanier leisten in der Syrienkrise hervorragende Arbeit, obwohl die hohe Zahl von Flüchtlingen eine große Herausforderung für das Land darstellt. Diese Leistung werden wir auch weiterhin fördern. Denn das Engagement der Jordanier für die syrischen Flüchtlinge verdient nicht nur Lob und warme Worte, sondern tatkräftige Unterstützung."

In Jordanien haben seit Beginn des Krieges im Nachbarland Syrien über 660.000 registrierte Flüchtlinge Schutz und angemessene Versorgung erhalten. Bei der Bewältigung der Krise steht die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fest an der Seite des gut 6,5 Millionen Einwohner (ohne Gastarbeiter und Flüchtlinge) zählenden Landes.

Zudem ist Jordanien eines der wasserärmsten Länder weltweit: So wurde im Flüchtlingslager Za’atari zusammen mit UNICEF eine verlässliche Frisch- und Abwasserversorgung für die gut 80.000 Geflüchteten bereitgestellt. Insgesamt werden derzeit über 800.000 Menschen in jordanischen Gemeinden mit sauberem Trinkwasser versorgt. Dank des deutschen Engagements können außerdem gut 165.000 Flüchtlingskinder in Jordanien zur Schule gehen.

Aber auch eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und damit verbunden Zukunftsperspektiven für Einheimische wie Geflüchtete stehen auf der Agenda ganz oben: Allein 2017 wurden in Jordanien über 15.000 Stellen im Rahmen der Beschäftigungsoffensive Nahost geschaffen. 400 Absolventen von Berufsbildungszentren wird eine Aus- oder Weiterbildung ermöglicht.

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