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BMZ-Afrikatag

Bundesregierung und afrikanische Diaspora setzen auf engere Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik


Mitarbeiter und Kundin der Bank FINCA in Kampala, Uganda

Pressemitteilung vom 16.05.2017 |

Berlin – Geldüberweisungen afrikanischer Migranten in ihre Heimatländer sollen künftig stärker für den Aufbau wirtschaftlicher Strukturen eingesetzt werden. Dies ist das Ergebnis einer Konferenz, die das Bundesentwicklungsministerium gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der afrikanischen Diaspora in Deutschland veranstaltet hat.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn: "Die Entwicklungsherausforderungen in Afrika sind gewaltig. Die wirtschaftlichen Chancen aber auch. Deswegen setzen wir auf eine stärkere Vernetzung zwischen Entwicklungszusammenarbeit und den in Deutschland lebenden Afrikanern. Unser gemeinsames Ziel ist, zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung unseres Nachbarkontinents beizutragen."

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit investiert die Bundesregierung jährlich durchschnittlich 1,5 Milliarden Euro in Afrika – vom modernsten Solarkraftwerk in Marokko, über berufliche Ausbildung bis hin zu Maßnahmen zum Klimaschutz. Schätzungen zufolge überweist die in Deutschland lebende Diaspora fast den gleichen Betrag, 1,2 Milliarden Euro, um ihre Angehörigen und Bekannten in ihren Heimatländern zu unterstützen. Die weltweiten Rücküberweisungen sind gar mehr als drei Mal so hoch wie die weltweite öffentliche Entwicklungszusammenarbeit.

Auf der Konferenz im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) äußerten Vertreterinnen und Vertreter der Diaspora den Wunsch, ihre Rücküberweisungen verstärkt in den Aufbau der lokalen Wirtschaft zu investieren. Das BMZ wird entsprechende Investitionsmodelle entwickeln, um vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Bevölkerung Afrikas wird sich bis 2050 voraussichtlich verdoppeln. Jedes Jahr werden rund 20 Millionen neue Arbeitsplätze benötigt. Bundesentwicklungsminister Müller hatte Anfang des Jahres Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika vorgestellt, der Wirtschaftsinvestitionen, fairen Handel und Reformen in den afrikanischen Staaten fördern soll.

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