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Sport für Entwicklung

Anpfiff für neue Kooperation zwischen BMZ, DFB, FIFA und Namibia

Sportplätze für 14.000 Jugendliche

Von links nach rechts: Anna-Ester Nghipondoka (stellvertretende Bildungsministerin Namibia), Ullrich Kinne (Ständiger Vertreter der Deutschen Botschaft Windhuk), Frans Mbidi (Präsident der Namibischen Fussball Association, NFA), Joseph Masule (Schulleiter des Concordia College), Edleberth Katamba (Abteilungsleiter Sport, Ministerium für Jugend und Sport), Jürg Nepfer (FIFA, Abteilung für Bildung und technische Entwicklung), Ronny Zimmermann (Vizepräsident DFB) und Anna Rehner (BMZ)

31.03.2017 |

Windhuk – Mit einem Spatenstich hat heute der Bau von 45 Sportplätzen für sozial benachteiligte Jugendliche in Namibia gestartet. Damit können künftig fast 14.000 junge Namibierinnen und Namibier quer durchs Land kostenlos Fußball spielen oder anderen Sport treiben. Das BMZ hat sich für das Projekt prominente Partner an Bord geholt: Neben Partnern aus Namibia sind das der Deutsche Fußballbund (DFB) und der Weltfußballverband FIFA.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Fußball und Sport öffnen nicht nur Herzen, sondern auch Türen. Im Training lernen Jugendliche Werte wie Fairplay, Disziplin und Respekt – allesamt Fähigkeiten, die sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen. Wer weiß, wie man im Sport mit Siegen und Niederlagen umgeht, meistert auch Herausforderungen im Leben leichter. Mit unserer Initiative schaffen wir für junge Menschen Möglichkeiten für Austausch und Begegnung."

In vielen Landesteilen gibt es bislang keine Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, Sport zu treiben. Durch den Bau und die Instandsetzung der Sportplätze schafft das BMZ gemeinsam mit seinen Partnern geschützte Orte für Kinder und Jugendliche, an denen sie sich treffen und gemeinsam Fußball, Basketball oder Volleyball spielen können.

Das Training selbst vermittelt wichtige soziale Kompetenzen wie Respekt, Fairplay und Teamgeist. Außerdem stärkt das gemeinsame Spiel das Selbstvertrauen der jungen Sportler. Speziell geschulte Trainer stehen den Jugendlichen als Vertrauenspersonen und Vorbilder zur Verfügung und sprechen im Training auch gezielt schwierige Themen wie HIV-Prävention, Teenagerschwangerschaften, Alkoholmissbrauch oder Gewalt gegen Frauen an. Gerade auch Trainerinnen nehmen hier eine wichtige Vorbildfunktion ein.

Jacqui Shipanga, namibische Frauen-Fußball-Nationaltrainerin: "Unsere jungen Spielerinnen, besonders die des U17-Nationalteams, sitzen jetzt zusammen und unterhalten sich, auf welche Universität sie gehen und was sie mal werden möchten. Noch vor fünf Jahren waren die meisten meiner Spielerinnen Schulabbrecherinnen und natürlich sind die Unterhaltungen nun ziemlich anders. Und das ist die Wirkung, die Programme wie 'Sport für Entwicklung' in Namibia und in der Gesellschaft entfalten."

Damit die Plätze auch in einigen Jahren noch rege genutzt werden, stärkt das Vorhaben auch das Fachwissen an den Schulen – etwa darüber, wie ein sinnvoller Lehrplan für den Sportunterricht gestaltet wird, oder wie die Sportplätze technisch in Stand zu halten sind. Die Kosten dafür werden von der namibischen Regierung übernommen.

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