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EINEWELT ohne Hunger ist möglich!

Hunger und Mangelernährung beseitigen


Ein Junge trinkt in einem Stadtteilzentrum in Harare, Simbabwe, das von Misereor unterstützt wird.

21.03.2017 |

Stuttgart/Berlin – Hunger hat viele Facetten. Neben akuten Hungerkrisen, wie aktuell in Ostafrika und im Jemen, gehört Mangelernährung und damit die chronische Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen leider zum Alltag von mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit. Dieser sogenannte Hidden Hunger steht im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz, die heute an der Universität in Stuttgart-Hohenheim beginnt.

Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn: "Fast die Hälfte aller Kinder, die ihr fünftes Lebensjahr nicht vollenden, sterben an Hunger und Mangelernährung. Dabei haben wir das Wissen und die Ressourcen, den Hunger in den nächsten 15 Jahren ganz zu besiegen. Dafür brauchen wir allerdings eine gemeinsame Kraftanstrengung staatlicher und nicht-staatlicher Akteure – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene."

Mit einem gezielten Programm gegen Mangelernährung in elf Ländern setzt das Bundesentwicklungsministerium bei den schwächsten und verletzlichsten Gruppen an – bei Frauen und Kleinkindern. Zum Beispiel in Malawi, einem Land, in dem fast jedes zweite Kind mangelernährt ist. Mit zivilgesellschaftlichen Partnern wird das Wissen über eine gesunde und ausgewogene Ernährung gestärkt. Grundnahrungsmittel wie Maisbrei können mit lokal verfügbaren, preiswerten Nahrungsmitteln wie beispielsweise der Moringapflanze mit Nährstoffen angereichert werden.

Die ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes haben für dessen Entwicklung besondere Bedeutung. Werden Kleinkinder in diesem Zeitraum nicht ausreichend mit Mikronährstoffen wie Vitamin A, Eisen oder Zink versorgt, wirkt sich das ein Leben lang durch erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten sowie meist irreversible Wachstums- und Entwicklungsstörungen aus.

Weltweit leiden knapp 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Wachstumsverzögerungen infolge chronischer Mangelernährung. Da diese Kinder ihr Potenzial im späteren Leben nicht voll ausschöpfen können, gehört Mangelernährung zu den größten Entwicklungshemmnissen.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier (englisch).

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