Hauptinhalt

Internationale Tourismusbörse

Tourismus als Motor für nachhaltige Entwicklung

Deutschland verstärkt Engagement weltweit


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf der ITB 2017

Pressemitteilung vom 09.03.2017 |

Für jedes dritte Entwicklungsland ist Tourismus der Hauptdevisenbringer: Vor diesem Hintergrund baut das Bundesentwicklungsministerium seine Arbeit im Bereich nachhaltiger Tourismus aus und setzt dabei auch auf den Einsatz der Tourismusbranche.

Bundesminister Gerd Müller unterstrich auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin die Möglichkeiten, die mit dem Reisen in ärmere Länder verbunden sein können.

Minister Müller: "Nachhaltiger Tourismus kann Entwicklungshelfer sein. Wer vor Ort gute Arbeit und Perspektiven hat, wird nicht auswandern. Deshalb muss aber auch im Tourismus nachhaltiges Wirtschaften flächendeckend gelten. Bereiche wie die Kreuzfahrtschifffahrt tragen eine besondere Verantwortung."

Aus Deutschland reisen jährlich knapp zwei Millionen Passagiere mit Kreuzfahrtschiffen. Die Schiffe produzieren allein in der Karibik 70.000 Tonnen Abwasser pro Jahr und stoßen 3.500 Mal mehr Schwefel aus als Autodiesel. Dadurch werden sensible Gewässer, Küstenökosysteme und Hafengebiete stark belastet.

Schon heute ist das BMZ aktiv, den Tourismus in den Partnerländern weltweit nachhaltiger zu machen: Zum Beispiel wird die Lokalverwaltung der Insel Cozumel in Mexiko in Sachen Kreuzfahrttourismus unterstützt. Mehr als 20.000 Touristen besuchen die Insel täglich. Durch ein integriertes Abfallmanagement sollen die Belastungen künftig besser bewältigt werden und gleichzeitig mehr Einnahmen für die lokale Bevölkerung entstehen.

Ein anderes Beispiel ist das Wildreservat Selous in Tansania: Dort hat das BMZ Flugzeuge finanziert, die die Jagd auf Elefanten verhindern sollen.

Touristen, darunter viele aus Deutschland, gaben zuletzt allein in Entwicklungsländern jährlich über 400 Milliarden Dollar aus. Schon bald wird jede zweite Reise weltweit in eines der Partnerländer der Entwicklungszusammenarbeit gehen.

Kurzlink zu dieser Meldung



 

Kommentar schreiben

Wir bitten um Verständnis dafür, dass Ihre Kommentare aus technischen Gründen zeitlich verzögert online erscheinen. Bitte beachten Sie zudem unsere Netiquette.

* Diese Felder sind Pflichtangaben



Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen