Hauptinhalt

Aus technischen Gründen können keine Informationen zu den Kommentaren und Bewertungen angezeigt werden, bitte überprüfen Sie Ihre Einstellungen


Faire Arbeitsbedingungen

Bundesentwicklungsministerium stärkt Gewerkschaften in Bangladesch

Arbeiterrechte Thema bei Besuch des bangladeschischen Arbeitsministers


Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel mit dem Arbeitsminister Bangladeschs, Mujibul Haque, und weiteren Delegationsmitgliedern im BMZ

Pressemitteilung vom 09.03.2017 |

Berlin – Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel hat sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit mit Beschäftigten und Gewerkschaften in Bangladesch ausgesprochen.

Nach seinem Gespräch mit dem Arbeitsminister Bangladeschs, Mujibul Haque, sagte Fuchtel: "Faire und sichere Arbeitsbedingungen sind Voraussetzung für sozialen Frieden. Es ist Aufgabe von Gewerkschaften, auf Missstände aufmerksam zu machen und Verbesserungen einzufordern – in Deutschland ebenso wie in Bangladesch."

Der Besuch des bangladeschischen Arbeitsministers findet nur wenige Wochen nach einer Streikwelle statt, die in Bangladesch zur vorübergehenden Schließung dutzender Textilfabriken sowie der Entlassung oder Inhaftierung hunderter Arbeitnehmer geführt hat. Diese hatten bessere Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Löhne gefordert. Der gesetzliche Mindestlohn wird in der Regel jedoch nur alle drei Jahre neu festgesetzt. Fuchtel: "Bereits zum vierten Mal haben wir Betriebsräte, Arbeitgeber- und Regierungsvertreter aus Bangladesch nach Deutschland eingeladen. Bei den Gesprächen ging es auch um Arbeitsschutz und Tarifverhandlungen. Damit stärken wir die Arbeitnehmerrechte in Bangladesch."

Ziel des rund zweiwöchigen Besuchs der Delegation aus Bangladesch ist es, einen konstruktiven sozialen Dialog in Bangladesch zu stärken und den Teilnehmern Einblicke in die deutsche Arbeitswelt zu ermöglichen. Dafür schauten bangladeschische Arbeitnehmer zum Beispiel ihren deutschen Kollegen über die Schulter und tauschten ihre Erfahrungen zum Arbeitsschutz aus.

Das Bundesentwicklungsministerium engagiert sich für bessere Arbeitsbedingungen im Textilsektor. Ende 2014 hatten sich deutsche Textilunternehmen, Gewerkschaften, Verbände und Nichtregierungsorganisationen auf Initiative des BMZ zu einem Textilbündnis zusammengeschlossen, nachdem bei einem Brand in der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch über eintausend Menschen ums Leben gekommen waren. Das Textilbündnis mit 180 Mitgliedern deckt mittlerweile rund die Hälfte des deutschen Textil-Einzelhandels ab.

Kurzlink zu dieser Meldung


Die Kommentare der Benutzer konnten leider nicht korrekt zusammengestellt werden. Bitte informieren Sie die Administration, wenn das Problem erneut auftritt.



Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen