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Tunesien

Minister Müller eröffnet deutsch-tunesisches Migrationsberatungszentrum


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der tunesische Arbeitsminister Imed Hammami bei der Eröffnung des deutsch-tunesischen Migrationsberatungszentrums in Tunis

Pressemitteilung vom 03.03.2017 |

Tunis – In Tunis nimmt heute mit deutscher Unterstützung das erste "Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration" in Nordafrika seine Arbeit auf.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Menschen ohne Bleibeperspektive in Deutschland bekommen eine Chance in ihrer Heimat. Mit beruflicher und sozialer Reintegration muss keiner als Verlierer zurückkehren. Mit dem Beratungszentrum in Tunis vermitteln wir Ausbildungsplätze, Jobs und fördern Unternehmensgründungen. Mit konkreten Angeboten stabilisieren wir so die Länder Nordafrikas. Wir brauchen aber auch eine ganz neue Form der Zusammenarbeit, eine volle wirtschaftliche Integration mit Europa. Das Mittelmeer trennt uns nicht, es verbindet uns."

Noch in diesem Jahr soll das Zentrum 2.000 Tunesier beraten. Die laufenden Projekte der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit werden gezielt für Rückkehrer geöffnet und massiv ausgebaut. Das gemeinsam von der deutschen Entwicklungspolitik und der tunesischen Arbeitsagentur betriebene Zentrum stellt sicher, dass tunesische Rückkehrer aus Deutschland zielgerichtet betreut werden. Das Zentrum richtet sich auch an potenzielle Migranten vor Ort, an tunesische Migranten in Europa und an deren Familien. Neben der Beratung zu Chancen im Heimatland informiert das Zentrum auch über die Gefahren der irregulären Migration und klärt über Möglichkeiten der regulären Arbeitsmigration auf.

Deutschland unterstützt Tunesien bei seiner demokratischen und wirtschaftlichen Entwicklung mit aller Kraft. Die deutsche Entwicklungspolitik hat deshalb ihre Arbeit in Tunesien seit der Revolution 2011 erheblich ausgebaut. Für den Erfolg der friedlichen Transformation ist es eine wichtige Voraussetzung, Lebens- und Bleibeperspektiven für junge Tunesier, insbesondere zusätzliche Arbeitsplätze, zu schaffen.

Dank deutscher Entwicklungszusammenarbeit profitieren schon heute 100.000 Menschen von verbesserten Bewässerungstechniken, über eine Million Menschen hat Zugang zu sicherem Trinkwasser. Neu gegründete Unternehmen schufen 13.500 Arbeitsplätze.

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