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Grüner Strom für Afrika

Geschäftsideen für die Energieversorgung in Uganda


Studierende arbeiten an einem Solarpanel am Energieforschungszentrum der Universitaet Makerere in Kampala, Uganda.

29.06.2017 |

München/Berlin Uganda benötigt dringend Strom: Gerade für ländliche Gegenden muss eine Lösung her, denn dort haben nur zehn Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität. Auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tüftelten ugandische und europäische Unternehmer und Experten drei Tage lang beim "lab of tomorrow" an Geschäftsideen, um Uganda an den Strom zu bringen. Siemens brachte sich als Gastgeber des "lab" nicht nur mit einem Expertenteam und vielen Lösungsideen ein, sondern will auch die Umsetzung der Initiativen begleiten.

Uganda gehört weltweit zu den Ländern, die am wenigsten Energie verbrauchen. Im Jahr produziert das Land nicht mehr Elektrizität als eine mittelgroße Stadt in Deutschland in derselben Zeit. Dabei kurbelt Strom die Wirtschaft an und schafft Arbeitsplätze.

Die Entwicklerteams, aus unterschiedlichen Branchen zusammengestellt, nahmen vom 26. bis 28. Juni in der Siemens-Zentrale die Energiegewinnung,- übertragung und -verteilung in Uganda unter die Lupe. So entstanden Geschäftsideen rund um Solarenergie, Biomasse oder Wasserkraft, die für Uganda und die Unternehmen gleichermaßen gewinnversprechend sein sollen.

Biogasgewinnung aus organischem Abfall zum Kochen in Privathaushalten könnte zum Beispiel zu weniger Abholzung, einem gesünderen Leben und Umweltschutz beitragen. Für die Bewässerung von Maisfeldern und für die Trocknung der Körner könnte der gezielte Einsatz von Solarenergie eine Lösung sein, um Ernteverluste zu vermeiden, die momentan noch 45 Prozent umfassen.

Im Anschluss an den Workshop müssen sich die Geschäftsmodelle beim Test in Uganda bewähren – dort wird geschaut, welche davon tatsächlich umgesetzt werden können. "Auch dabei unterstützen wir die Unternehmen mit Know-how und unseren Netzwerken vor Ort. Wenn durch die Geschäftsideen nachhaltige und effektive Projekte im Land entstehen - die noch dazu für Unternehmen rentabel sind - haben wir unser Ziel eines echten 'Win-win' erreicht", so Günther Nooke, der Afrika-Beauftragte des BMZ.

"In den nur drei Tagen sind hier Ideen entstanden, auf die allein niemand gekommen wäre. Aus unternehmerischer Sicht war das allein schon ein voller Erfolg. Gemeinsam mit BMZ und GIZ wollen wir nun darauf hinwirken, dass viele der Ideen des "lab of tomorrow" auch tatsächlich umgesetzt werden. Denn mit dem Strom gerade in ländlichen Gebieten schaffen wir die Basis für eine gute Entwicklung in Uganda", fasste Sabine Dall'Omo, CEO bei Siemens Südafrika, zusammen.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung und ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter und ressourcenschonender Technologien.

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