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European Energy Award

Müller: Kommunale Partnerschaften sind ein Gewinn für den Klimaschutz


Von links nach rechts: Josef Wölfle (1. Bürgermeister von Haldenwang), Walter Schnell (1. Bürgermeister von Kammerstein), Leonard Meyer (Bundesgeschäftsstelle European Energy Award), Reinhard Junginger (Stellvertreter von Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg), Martin Sambale (Geschäftsführer Energie- und Umweltzentrum Allgäu), Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Thomas Kiechle (Oberbürgermeister der Stadt Kempten), Gerhard Hock (1. Bürgermeister von Durach) und Matthias Kaiser (Stadtrat in Lindau in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker)

30.01.2017 |

Berlin/Kempten: Bei der Verleihung des diesjährigen European Energy Award an Kempten und fünf weitere bayerische Gemeinden hat Bundesminister Dr. Gerd Müller die Städte und Gemeinden in Deutschland zu einer noch stärkeren Zusammenarbeit mit Kommunen in Entwicklungsländern aufgefordert.

"Gemeinsam können wir nachhaltige Entwicklung weltweit schaffen", so Minister Müller bei seiner Kemptener Rede. "Wir brauchen eine globale Energiewende, mehr Strom aus erneuerbaren Energien. Deutschland hilft den Entwicklungsländern dabei, eigene Klimaschutzpläne zu entwickeln. Die deutschen Kommunen sind dabei unsere wichtigsten Partner, denn sie können alles, was wir in den Entwicklungsländern brauchen. Sie haben Know-how bei Energieeffizienz, Infrastruktur, Wasserversorgung, Sanitär und Abfallbeseitigung. Und vor allem die Erfahrung, die strategischen Ziele auch praktisch umzusetzen."

Minister Müller verwies auf den zu erwartenden rasanten Anstieg bei der Nachfrage nach Energie vor allem in den Entwicklungsländern. Experten rechnen in den kommenden 15 Jahren mit einer Erhöhung um 50 Prozent. Denn 1,2 Milliarden Menschen weltweit haben heute noch keinen Zugang zu Energie. Energiemangel ist eines der größten Hemmnisse für wirtschaftliche Entwicklung, so der Minister: "Deshalb müssen wir denen helfen, die heute Zugang zu Entwicklung und damit Energie brauchen. Das ist ein wichtiges Gebiet der neuen Partnerschaft mit Afrika. Und dabei setzten wir auf die Wirtschaft und die Kommunen."

Die deutsche Entwicklungspolitik fördert die kommunale Zusammenarbeit beim Klimaschutz über kommunale Klimapartnerschaften. Bereits 50 deutsche Kommunen beteiligen sich daran. So unterstützt das fränkische Würzburg in Mwanza (Tansania) die nachhaltige Energieversorgung über Photovoltaikanlagen. Oldenburg führte mit Buffalo City (Südafrika) ein Modellprojekt zu einem energieeffizienten Verwaltungsgebäude durch. Partnerschaften gibt es aber auch in Lateinamerika: Die Region Hannover baut zum Beispiel mit Belén de los Andaquíes (Kolumbien) ein Bildungs- und Qualifizierungszentrum für regenerative Energie und Klimaschutz.

Das Bundesentwicklungsministerium hat kommunale Klimapartnerschaften seit 2011 mit rund 14 Millionen Euro gefördert, davon rund vier Millionen Euro für Klimaprojekte. Das Ministerium führt das Programm 2017 fort.

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