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Entwicklungspolitik trifft Sport

Bundesminister Müller stellt Initiative "Mehr Platz für Sport – 1.000 Chancen für Afrika" vor


Tischkickerspiel im Rahmen der Vorstellung der Initiative "Mehr Platz für Sport – 1.000 Chancen für Afrika". Von links nach rechts: Werner Gegenbauer, Präsident Hertha BSC, Michael Preetz, Geschäftsführer Hertha BSC, Sami Allagui, Lizenzspieler bei Hertha BSC und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

19.01.2017 |

Derzeit spielen 16 Fußballmannschaften im afrikanischen Gabun um den wichtigsten Pokal des Kontinents: den Afrika-Cup. Auch das Entwicklungsministerium setzt mit der Initiative "Mehr Platz für Sport – 1.000 Chancen für Afrika", die Bundesminister Dr. Gerd Müller heute gemeinsam mit Hertha-BSC-Präsident Werner Gegenbauer vorgestellt hat, auf das Potenzial des Sports.

Bundesminister Müller: "Sport – und besonders Fußball – öffnet Herzen auf der ganzen Welt. Die Sprache des Fußballs wird überall verstanden – von Kindern im weltgrößten Flüchtlingscamp in Kenia genauso wie von Staatspräsidenten. Sport stärkt die Persönlichkeit und vermittelt Werte wie Fair Play, Teamgeist, Disziplin und Respekt. Die Botschaft lautet: Als Team sind wir am stärksten."

Das BMZ hat sich deshalb starke Partner mit ins Boot geholt: Neu dabei ist der Bundesligaverein Hertha BSC, der die Initiative in Berlin und auch in Afrika unterstützen wird – beispielsweise mit dem Bau von Sportplätzen in den Heimatländern seiner Spieler. Der Erstligist gibt der Initiative beim Spiel gegen den FC Ingolstadt 04 am 4. Februar im Olympiastadion – ein Tag vor dem Finale des Afrika-Cup – eine öffentliche Plattform mit der Botschaft: Sport verbindet – und zwar weltweit.

Hertha-BSC-Präsident Werner Gegenbauer: "Sport, insbesondere der Fußball, hat eine hohe integrative Funktion und besitzt ein großes Potenzial für die Entwicklung junger Menschen. Wir als Hertha BSC, als Verein der Bundesliga, wollen gemeinsam mit dem BMZ die Kraft des Fußballs nutzen, um die Entwicklung der jungen Menschen dort und damit des ganzen Kontinents zu fördern und zu unterstützen."

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit schafft mit dem Bau und der Renovierung von Sportplätzen sichere Orte der Begegnung und des Miteinanders. Bereits 35 Sportplätze in zehn Ländern Afrikas sind fertiggestellt, über 30.000 Kinder und Jugendliche profitieren davon.

Über das Thema Sport können viele entwicklungspolitische Kernthemen transportiert werden. Das BMZ setzt hier vor allem auf die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern. Wissen zu Themen wie HIV/Aids-Prävention, Gewaltprävention und Geschlechtergerechtigkeit werden im sportlichen Miteinander vermittelt. Für den jüngsten Kontinent der Welt mit einem Durchschnittsalter von unter 20 Jahren trägt das Programm auf diese Weise dazu bei, dass Kinder und Jugendliche bessere und selbstständige Perspektiven für ihr Leben entwickeln und Zukunftschancen ergreifen können.

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