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Klinikpartnerschaften

Bundesentwicklungsministerium und Else Kröner-Fresenius-Stiftung stärken Gesundheit in Entwicklungsländern

Eine Laborantin und zwei Laboranten arbeiten in einem medizinischen Labor.

Pressemitteilung vom 20.02.2017 |

München – Die Initiative Klinikpartnerschaften mit Schwellen- und Entwicklungsländern startet durch: Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Dr. Carolin Kröner von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung überreichen heute in München die ersten Förderzusagen an Einrichtungen aus Bayern.

Bundesminister Müller: "Wir bringen knapp 50 Klinikpartnerschaften auf den Weg und wollen im Gesamtjahr die Zahl von 100 Kooperationen erreichen. Die Partnerschaften sind ein Gewinnerprojekt für beide Seiten: für die Einrichtungen in Entwicklungsländern, aber auch für das beteiligte deutsche Gesundheitspersonal. So stellen wir die Entwicklungszusammenarbeit mit Hilfe deutscher Kliniken auf breitere Füße."

Jedes Jahr sterben Millionen Kinder, weil sie keinen Zugang zu einfacher Gesundheitsversorgung hatten. Deshalb fördern das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und die Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit der Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" Partnerschaften auf Augenhöhe zwischen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Carolin Kröner: "Hinter jedem Antrag stehen Geschichten über Engagement und Partnerschaften, Kommunikation über Grenzen hinweg und der Wille, sich gemeinsam für eine bessere Gesundheitsversorgung einzusetzen."

In der ersten Förderrunde der Initiative sind Anträge für Partnerschaftsprojekte in 36 verschiedenen Ländern in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa eingegangen.

Eine Förderzusage erhalten bei dem Termin in München auch sechs Partnerschaften aus München, Würzburg, Kaufbeuren und Neuendettelsau.

Noch dieses Jahr sind zwei weitere Förderrunden im Frühjahr und im Herbst geplant. Nähere Informationen zu den Klinikpartnerschaften erhalten Sie unter: www.klinikpartnerschaften.de

Zusätzliche Informationen

Folgende Partnerschaften aus Bayern erhalten bei dem Termin in München eine Förderzusage:

Das Dr. von Haunersche Kinderspital in München kooperiert mit dem Klinikum der Universität Jimma in Äthiopien. Dabei soll die Aus- und Weiterbildung von Ärzten im Bereich Neonatologie gefördert und so langfristig ein Beitrag zur Reduzierung der Kindersterblichkeit geleistet werden.

Das Klinikum rechts der Isar der TU München arbeitet mit dem Komfo Anokye Teaching Hospital in Kumasi, Ghana. Ziel ist, die Nutzung des Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie in Ghana zu verbessern.

Der Verein Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. aus Würzburg kooperiert mit dem Leprosy Rehabilitation Center in Ganta, der zweitgrößten Stadt Liberias. Dort soll das Labor ausgebaut und das Personal fortgebildet werden, um schwer kranke Patienten erfolgreich therapieren zu können.

Das Missionsärztliche Institut Würzburg plant eine Partnerschaft mit dem St. Martin de Porres Hospital im Fischerdorf Eikwe in Ghana. Das ghanaische Fachpersonal soll im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit durch Fortbildungen unterstützt werden.

Der Verein Humedica e.V. aus Kaufbeuren setzt sich für eine Partnerschaft in Port-au-Prince, Haiti ein. Im dortigen Hôpital Espoir wird das Krankenhauspersonal zu Hygienestandards geschult, um eine Qualitätsverbesserung in der Patientenversorgung zu erreichen.

Das Evangelisch-Lutherische Diakoniewerk Neuendettelsau unterstützt das ländlich gelegene Nkoaranga Lutheran Hospital in Tansania mit dem Projekt "Feuerkinder". Dabei hilft deutsches medizinisches Personal dem Team in Tansania bei der Behandlung von Kindern mit angeborenen Klumpfüßen.

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