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Fairer Handel

Auf dem Weg zu einem europäischen Forum für fairen Kakao


Westafrikanischer Kakaobauer mit einem Kakaosetzling

06.12.2017 |

Kakao als Wirtschaftsfaktor bietet jungen Menschen in vielen afrikanischen Ländern enorme Beschäftigungschancen. Um dieses Potenzial noch besser zu nutzen, soll das von der der Bundesregierung mit-initiierte Forum Nachhaltiger Kakao auf europäischer Ebene ausgeweitet werden. Am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Abidjan haben Ende November Akteure der nationalen Kakaoforen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden in einem ersten Schritt eine stärkere Kooperation vereinbart. Ziel des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) ist eine europäische Allianz für fairen und nachhaltigen Kakao gemeinsam mit afrikanischen Partnern.

Das BMZ möchte damit die Lebensbedingungen und Einkommen der Kakaobauern und die Perspektiven gerade für junge Menschen in Westafrika verbessern. Neben politischen Vertretern aus Europa und Afrika beteiligen sich auch Repräsentanten der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft an der Initiative. Das BMZ und seine europäischen Partner wollen, dass Regierungen, Unternehmen und Verbraucher es gemeinsam schaffen, nur noch nachhaltig produzierten und fair gehandelten Kakao nach Europa zu importieren, der ohne weitere Entwaldung und Kinderarbeit in den Produktionsländern auskommt und den Bauern ein faires Einkommen sichert.

Nachhaltigkeit im Kakaosektor ist der Bundesregierung seit langem ein Anliegen – das zeigt das vom BMZ und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit Wirtschaft, Handel und Zivilgesellschaft getragene Forum Nachhaltiger Kakao. Bei seinem Besuch in der Elfenbeinküste im Februar dieses Jahres sagte Entwicklungsminister Gerd Müller die Förderung eines Grünen Innovationszentrums speziell für faire und entwaldungsfreie Kakaoanbausysteme zu. Die Kakaobauern sollen so unabhängiger vom stark gefallenen Kakaopreis werden und sich durch lokale Verarbeitung und Vermarktung neue Perspektiven schaffen. Die Elfenbeinküste ist der wichtigste Kakaoproduzent der Welt. Rund 60 Prozent der gesamten deutschen Rohkakaoimporte stammen von dort.

Das BMZ wird auf der Internationalen Grünen Woche im Januar 2018 in Berlin die Herausforderungen beim Kakaoanbau und Lösungsansätze sehr greifbar darstellen und zeigen, worauf jede und jeder bereits jetzt beim Einkauf achten kann.

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