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Digitales Lernen

BMZ und Berliner Start-up Kiron kooperieren in Jordanien

Hochschulbildung Digital – Perspektiven für syrische und jordanische Studierende in Jordanien


Ein Teilnehmer der Summer School in Jordanien, die vom BMZ und von Kiron Open Higher Education veranstaltet wird

25.08.2017 |

Berlin – Das Entwicklungsministerium (BMZ) unterstützt junge Menschen aus Syrien und Jordanien dabei, mit Hilfe digitaler Lösungen Zugang zu akademischer Bildung zu erhalten: Seit Juni läuft in Jordanien eine vom BMZ geförderte Summer School sowie seit Kurzem ein Online-Mentoringprogramm – beides in Zusammenarbeit mit dem Berliner Start-up "Kiron Open Higher Education", das Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am Freitag besuchen wird.

Die von renommierten Anbietern stammenden Online-Kurse in Wirtschaftsenglisch, Unternehmertum, Einführung in die Informatik und Web-Entwicklung werden ergänzt durch Online-Tutorials sowie Präsenzkurse wie beispielsweise Bewerbertraining oder Kurse zur Erstellung von Businessplänen. Im anschließenden Mentoring-Programm erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich mit erfahrenen Mentoren aus Jordanien und dem Ausland über Möglichkeiten für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg auszutauschen. Diese digitalen Angebote ergänzen das bestehende Engagement des BMZ für junge Menschen in Jordanien, das beispielsweise Stipendien für syrische und jordanische Studierende an jordanischen Universitäten sowie die Vermittlung von Arbeitsplätzen umfasst.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Viele der nach Jordanien geflohenen jungen Menschen haben eine furchtbare Vergangenheit in Syrien hinter sich. Ihnen wollen wir den Weg in eine bessere Zukunft ebnen. Bildung ist ein Schlüssel dafür – und mit digitalen Angeboten erreichen wir die Studierenden auch ohne Hörsaal oder weite Wege, seien sie syrische Flüchtlinge oder junge Jordanier."

Jordanien bietet derzeit mehr als 660.000 registrierten und geschätzt noch einmal Hunderttausenden nicht registrierten syrischen Flüchtlingen Schutz. Syrien läuft Gefahr, eine Generation an Akademikern und zukünftigen Fach- und Führungskräften zu verlieren. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt sich deshalb dafür ein, jungen syrischen Flüchtlingen und der jordanischen Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden Perspektiven für ein besseres Leben zu ermöglichen.

Eine Jugendliche nutzt den Computer in einer Kinder- und Familienschutzzone für syrische Flüchtlinge in Jordanien.

Durch die Kooperation mit Kiron erweitert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ihr Bildungsportfolio um digitale Anwendungen. Der digitale Wandel erleichtert auch bislang marginalisierten Gruppen den Zugang zu Wissensvermittlung. Ein weiteres Beispiel dafür ist das Programm "eSkills4Girls", das auf deutsche Initiative im Rahmen des G20-Gipfels auf den Weg gebracht wurde. Dabei wird Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern der Zugang zu digitalen Technologien erleichtert und ihre digitalen Kompetenzen gefördert.

Hintergrund:

Das BMZ unterstützt Jordanien vor allem bei der Grundbildung für Kinder, beruflicher Ausbildung für Jugendliche und Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Erwachsene. Darüber hinaus investiert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in die Grundversorgung flüchtlingsaufnehmender Kommunen, beispielsweise in die Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasserentsorgung. Insgesamt hat das BMZ Jordanien allein 2016 mit mehr als 320 Millionen Euro unterstützt.


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