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Asienreise

Minister Müller besucht Indien und Pakistan

Bundesminister Müller im Slum des Stadtviertels Seemapuri in Neu-Delhi. Hier unterstützt die Caritas und die Organisation Chentanalaya benachteiligte Menschen.

07.04.2017 |

Neu-Delhi/Islamabad – Gleich zwei wichtige Partnerländer besuchte Bundesminister Gerd Müller zum Abschluss seiner Reise Anfang April: Indien und Pakistan. Sein Gespräch mit dem indischen Finanzminister Arun Jaitley in Neu-Delhi diente vor allem der Vorbereitung der vierten deutsch-indischen Kabinettskonsultationen Ende Mai in Berlin. Beim Treffen der Kabinette beider Länder wollen Deutschland und Indien ihre Kooperation im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung vertiefen. Nachhaltige Stadtentwicklung ist seit 2016 ein neuer Schwerpunkt in der Entwicklungszusammenarbeit beider Länder.

Anschließend besuchte Minister Müller Projekte der Zivilgesellschaft in Delhi, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert werden. In einem Slum in den Randbezirken von Neu-Delhi bietet die Nichtregierungsorganisation Chetanalaya Kindern und Erwachsenen, die hauptsächlich vom Müllsammeln leben, soziale Angebote und eine Anlaufstelle. In der Altstadt Old Delhi besuchte der Minister ein Projekt der Nichtregierungsorganisation "Butterflies" zur Unterstützung von Straßenkindern.

Der Kampf gegen die Armut und den Klimawandel sind übergeordnete Ziele der Kooperation zwischen Deutschland und Indien. Deutschland stellt jährlich circa eine Milliarde Euro für die Entwicklungszusammenarbeit mit Indien bereit, der weit überwiegende Anteil davon sind zinsverbilligte Kredite.

Entwicklungsminister Gerd Müller mit dem pakistanischen Premierminister Nawaz Sharif in Islamabad

Zuletzt führte die Reise des Entwicklungsministers nach Pakistan, wo er Premier Nawaz Sharif zum Gespräch traf. Auch mit Pakistan verbindet Deutschland eine langjährige Zusammenarbeit. Die weitere Kooperation zum Beispiel beim Aufbau leistungsfähiger und transparenter Lokalverwaltungen, bei der Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialstandards in der Textilindustrie und bei der Berufsbildung wurde in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten. Thema war auch die Rückführung afghanischer Flüchtlinge in ihre Heimat: Allein im vergangenen Jahr hatten rund 600.000 Afghanen Pakistan verlassen. Aber auch innerhalb Pakistans ist das Thema Flucht präsent: Etwa 500.000 Pakistaner sind Binnenvertriebene und haben ihre Heimatregionen wegen des Kampfs der Regierung gegen den Terrorismus im eigenen Land verlassen. Deutschland unterstützt bei der Versorgung von Binnenflüchtlingen ebenso wie im Kontext der Rückkehr nach Afghanistan.


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