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Klinikpartnerschaften

Deutsches Know-how soll Epidemien in Entwicklungsländern vermeiden


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Carolin Kröner von der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung bei der Vorstellung der Initiative Klinikpartnerschaften

Pressemitteilung vom 28.09.2016 |

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat heute eine Partnerschaftsinitiative mit der größten gemeinnützigen deutschen Stiftung unterzeichnet. Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) und das Bundesentwicklungsministerium werden mit der neuen Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" den Wissensaustausch zwischen Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern.

Müller: "Im vergangenen Jahr sind fast drei Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben, weil sie keinen Zugang zu einfacher Gesundheitsversorgung hatten. Vor allem in Entwicklungsländern fehlt es an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen. Hier setzen wir mit unseren Klinikpartnerschaften an und stellen die Entwicklungszusammenarbeit mit Hilfe deutscher Kliniken auf breitere Füße."

Das Bundesentwicklungsministerium hat bereits gute Erfahrungen mit Partnerschaften im Gesundheitsbereich gemacht: So betreut eine in der eritreischen Hauptstadt Asmara unterstützte Gesundheitsstation jedes Jahr über 1.000 frühgeborene Kinder. In Tansania hat Minister Müller dieses Jahr eine Schule für Hebammen eröffnet und in Äthiopien unterstützt das St.-Elisabeth-Hospital in Bochum die Fortbildung von Hautärzten. Mit der neuen Förderlinie in Zusammenarbeit mit der EKFS werden die Ansätze gebündelt und ausgeweitet.

Die neue Partnerschaftsinitiative deckt eine Vielzahl von möglichen Kooperationsfeldern ab: Von der Ausbildung von Hebammen bis zu Hygienemaßnahmen zur Patientensicherheit. Dabei fließt Expertise zu Krankheitsbildern, Behandlungsoptionen, Technologien oder Abläufen in beide Richtungen, sodass die Partner sowohl in den Entwicklungs- und Schwellenländern als auch in Deutschland von der Klinikpartnerschaft profitieren.

Der Anstoß für die Klinikpartnerschaft kam während der gemeinsamen Reise von Bundesentwicklungsminister Müller und Bundesgesundheitsminister Gröhe in die westafrikanischen Ebola-Gebiete im vergangenen Jahr. Leistungsfähige Gesundheitssysteme sind die beste Grundlage, um Infektionskrankheiten wie Ebola zu verhindern, aber auch nicht übertragbare, lebensbedrohliche Krankheiten wie zum Beispiel Krebs effizient zu behandeln.

Weitere Informationen zu den Klinikpartnerschaften erhalten Sie unter:

www.klinikpartnerschaften.de oder klinikpartnerschaften@giz.de

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