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Regierungsverhandlungen

Deutschland sagt Bangladesch weitere Unterstützung zu


Eine Solaranlage in Bangladesch. Mit dem gewonnenen Strom werden Wasserpumpen betrieben, mit denen Felder bewässert werden.

24.10.2016 |

Berlin – Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel hat Regierungsvertretern aus Bangladesch heute die weitere Unterstützung der deutschen Regierung für die Entwicklung des Landes zugesagt. Das Treffen fand zum Abschluss der bilateralen Verhandlungen über die zukünftige Entwicklungszusammenarbeit statt. Bangladesch erhält in den kommenden zwei Jahren rund 260 Millionen Euro, vor allem zur Unterstützung im Energiesektor, bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur Verbesserung von sozialen und ökologischen Standards in der Textilproduktion.

90 Prozent der Importe aus Bangladesch nach Deutschland sind Textilien. Staatssekretär Fuchtel hob die großen Erfolge bei der Verbesserung von sozialen und ökologischen Standards in textilen Lieferketten hervor: "Gerade in der für Bangladesch so wichtigen Textilproduktion haben wir gemeinsam mit der Regierung große Fortschritte erreicht. Bei Arbeitssicherheit, im Brandschutz und bei verbesserten Arbeitsbedingungen gibt es heute Unternehmen, die beispielhaft für die Textilbranche im Land sind. Wir brauchen noch mehr solcher Unternehmen. Der gesamte Sektor muss sich nachhaltig verändern und die gesetzlichen Vorgaben konsequent umsetzen."

Neben der Zusammenarbeit im Textilbereich unterstützt Deutschland Bangladesch darin, die Energieversorgung für die Bevölkerung und Industrie auszubauen. Eine ausreichende und verlässliche Energieversorgung ist ein entscheidender Faktor um das Wirtschaftswachstum zu erhöhen, Arbeitsplätze zu schaffen und somit Armut zu reduzieren. Deutschland wird in den kommenden zwei Jahren fast 200 Millionen Euro zum Ausbau erneuerbarer Energien und für verbesserte Stromnetze und andere Energieeffizienz-Maßnahmen zur Verfügung stellen.

Bangladesch ist eines der Länder, die am stärksten unter dem Klimawandel leiden; dazu zählen vor allem Überflutungen und Versalzung der Böden. Das BMZ unterstützt hier bei Stadtentwicklungsvorhaben, die die Folgen des Klimawandels berücksichtigen. Weitere Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.

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